Telekomausrüster senkt seinen Quartalsverlust
Lucent schrumpft sich langsam gesund

Der amerikanische Telekommunikationsausrüster Lucent Technologies wird weitere 6000 Arbeitsplätze abbauen. Bis Ende September soll die Zahl der Mitarbeiter auf 50 000 sinken, kündigte der unter Ertragsdruck stehende Konzern an.

tor NEW YORK. Lucent hat bereits 2001 mehr als die Hälfte seiner Stellen gestrichen. Grund ist die Investitionsflaute in der Telekommunkationsindustrie. Große Kunden von Lucent wie Qwest, Verizon oder Sprint sind hoch verschuldet und scheuen neue Ausgaben. Nortel, einer der härtesten Konkurrenten von Lucent, meldete jüngst ebenfalls weitere Erlösrückgänge.

Die anhaltende Marktschwäche zwingt Lucent-Chefin Patricia Russo dazu, ihre Gewinnplanung zu revidieren: "Unsere Gewinnschwelle muss unter dem bislang geplanten Umsatz von 4,25 Milliarden Dollar liegen. Wir gehen jetzt von etwa vier Milliarden Dollar aus." Der Konzern bekräftigte jedoch, dass er im Geschäftsjahr 2003 wieder schwarze Zahlen schreiben wolle.

Im Ende März abgelaufenen Quartal verringerte sich der Verlust auf 495 Mill. $ oder 16 Cent je Aktie. Im Jahr zuvor steckte Lucent - belastet durch hohe Sonderaufwendungen - noch mit 3,7 Mrd. $ oder 1,09 $ je Aktie in roten Zahlen. Auf einer Proforma-Basis betrug der Verlust gar 20 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 17 Cent gerechnet. Der Konzern-Umsatz sank im Jahresvergleich um 40 % auf 3,52 Mrd. $. Eine Voraussage für das laufende Quartal gab Lucent nicht. "Das wird erneut ein schweres Jahr für das Unternehmen", sagte Steve Mygrant, Fonds-Manager bei Fith Third Bancorp, der Agentur Bloomberg.

Quelle: Handelsblatt

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