Telekomkonzern AT&T gewinnt gegen den Trend
Prognose von Home Depot belastet US-Börsen

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag im Handelsverlauf schwächer tendiert.

>Reuters NEW YORK. Der vorsichtige Ausblick der weltweit größten Baumarktkette Home Depot hat die US-Börsen am Dienstag belastet. Die Prognose habe die Anleger veranlasst, Gewinne mitzunehmen, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index verlor zum Handelsschluss 0,14 Prozent auf rund 8475 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Index büßte 1,38 Prozent auf rund 1374 Punkte ein. Der marktbreite S&P-500 gab 0,40 Prozent auf rund 897 Punkte nach.

"Viele Leute warten ab. Der Markt hatte solide Gewinne in den vergangenen Wochen, und wir legen eine Verschnaufpause ein", sagte William McKenna, Händler beim Brokerhaus Friedman, Billings Ramsey. Es gebe keine großen Nachrichten, die derzeit für einen Aufwärtstrend sorgen könnten, sagte Paul Cherney, Marktanalyst bei S&P Marketscope. "Wir konsolidieren und verdauen die jüngsten Gewinne." Home-Depot-Aktien verloren rund 13 Prozent auf 24,91 Dollar und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange. Das Unternehmen hatte die Konjunkturaussichten bis ins kommende Jahr hinein vorsichtig beurteilt.

Außerdem erwartet der Konzern für das laufende Quartal in seinen mindestens seit einem Jahr geöffneten Märkten einen Umsatzrückgang um drei bis fünf Prozent. Bei den übrigen Standardwerten schlossen die Titel des Mischkonzerns General Electric nach Verlusten im frühen Geschäft 1,27 Prozent im Plus bei 23,90 Dollar. Nach Angaben von Analysten könnte das Unternehmen wegen Umstrukturierungskosten und Auffüllung der Reserven für die Tochtergesellschaft Employers Reinsurance massive Sonderbelastungen ankündigen. Konzern-Chef Jeff Immelt will sich am Donnerstag mit Analysten in New York treffen.

Die Aktien des Telekomkonzerns AT&T stiegen rund 8,3 Prozent auf 27,20 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag mitgeteilt, der Verkauf seiner Kabelsparte an die Comcast Corp im Volumen von rund 30 Milliarden Dollar sei abgeschlossen. Das Unternehmen kündigte außerdem einen umgekehrten Aktiensplit im Verhältnis fünf zu eins für seine Stammaktien an. Diese Maßnahme treibt den Kurs für die AT&T-Stammaktien in die Höhe, da die Anzahl der umlaufenden Aktien niedriger wird.

Die Kriegsängste seien am Dienstag zunächst etwas in den Hintergrund gedrängt worden, sagten Händler. Irak erklärte sich nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) bereit, bis zum 8. Dezember eine detaillierte Aufstellung seiner Waffenprogramme vorzulegen. Die am Dienstag vorgelegten US-Konjunkturdaten hätten das Geschäft kaum beeinflusst, sagten Börsianer. Der Anstieg der US-Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,3 (September plus 0,2) Prozent habe im Rahmen der Prognosen gelegen und die Inflationsängste einiger Analysten gedämpft.

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