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Telekommunikation und Chips in der Tiefe

Telekommunikationswerte erlebten einen schlechten Tag. Besonders die Branchengrößten kamen ins Schleudern. AT&T, Worldcom und Sprint trieb es aus der Kurve. Aber Umsatzängste belasteten auch die Zulieferer wie Cisco Systems, Nortel, Corning und Qualcomm.

Worlcom war mit gut 190 Millionen Aktien der meist gehandelte Wert an der Nasdaq. Die Aktie verlor bis Börsenschluss rund 21 Prozent. Nur eine Woche nachdem der größte US-Telekom-Konzern AT&T eine neue Struktur des Konzerns angekündigt hat, gab auch Worldcom Umstrukturierungs-Pläne bekannt. Außerdem korrigierte Worldcom seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das vierte Quartal sowie für das kommende Geschäftsjahr nach unten. Die reduzierten Umsatzerwartungen begründete Worldcom mit der Verschärfung des Wettbewerbs in der Branche.



Gut performen konnte am Mittag der Einzelhandelssektor unter der Führung von Wal-Mart. Merrill Lynch hat die Ladenkette mit einer Kaufempfehlung bestätigt. Das Analystenhaus Merrill Lynch glaubt, der Kursverfall im Einzelhandelssektor sei beendet. Der November sei erfahrungsgemäß einer der stärksten Monate des Einzelhandels. Anleger sollten die aktuelle Kursschwäche zum Einstieg nutzen. Auch Home-Depot behauptete sich unter den Dow Jones Gewinnern. Wal-Mart legte bis Börsenschluss drei Prozent zu.



Der Chiphersteller Altera schickte zur Wochenmitte die Chipbranche auf Talfahrt. Der zweitgrößte Hersteller programmierbarer Chips warnte, die Umsätze würden im vierten Quartal lediglich im unteren Bereich der Umsatzsteigerungsrate von zwölf bis 15 Prozent liegen. Mit dem Altera Titel, der 24 Prozent an Wert verlor, rutschte der Branchenführer Xilinx ebenfalls deutlich ins Minus.



Anbietern von Geräten zur Chipproduktion erging es ebenfalls schlecht. Morgan Stanley stufte Applied Materials ab. Einzig Intel, der größte Chiphersteller der Welt erhielt heute Unterstützung. Lehman Brothers glaubt nicht, dass Intel seine Erwartungen für das vierte Quartal reduzieren wird. Derartige Spekulationen hatten den Kurs gestern leicht unter Druck gebracht.



Gegen den Trend lief Rambus. Der Chiptechnologie-Anbieter erholte sich heute mit kräftigen Kurszuwächsen. Danach zahlt Samsung, der führende Anbieter von DRAM Speicherchips, rückwirkend ab Juli dieses Jahres Lizenzgebühren auf die von Rambus entwickelte Chiptechnologie. Die Lizenzvereinbarung folgte nur einen Tag, nachdem Gerüchte die Rambus-Aktie auf Talfahrt geschickt hatten, wonach Intel - einer der größten Rambus-Kunden - in Zukunft auf die Nutzung der Rambus-Technologie verzichten wolle. Intel hat inzwischen den Rückzug dementiert.

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