Telekommunikationskonzern angeblich bereits mit Interessenten im Gespräch
Telekom will laut Pressebericht DeTe Immobilien abstoßen

afp HAMBURG/BONN. Telekom-Chef Ron Sommer will sich nach Presseinformationen möglichst schnell vom schlecht laufenden Immobiliengeschäft des Konzerns trennen. Nach Vorstandsplänen solle DeTe Immobilien mit Sitz in Münster Anfang 2001 in die Geschäftszweige Facility Managemant (FM) und Asset Management (AM) zerlegt und dann ganz oder teilweise verkauft werden, berichtete die "Financial Times Deutschland". Im Facility Management sollten Dienstleistungen für Geschäftsimmobilien gebündelt werden, also etwa die technische Wartung von Gebäuden oder der Betrieb von Reinigungsdiensten. In den Bereich Asset Management AM sollten die DeTe Immobilien-Sparten Verwaltung, Entwicklung und Vermarktung von Immobilien einfließen. Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Das AM-Geschäft soll laut "Financial Times Deutschland" Anfang 2001 in die Muttergesellschaft Deutsche Telekom eingegliedert werden. Intern beschlossen sei aber schon, dass der dort verwaltete Immobilienbestand von rund 35.000 Objekten verkauft werden solle. Für das FM-Geschäft sei die Telekom mit Siemens und ThyssenKrupp sowie mit dem britisch-amerikanischen Unternehmen Trammell Crow Savills (TCR) in intensiven Gesprächen.

DeTe Immobilien ist nach T International-Mobile die zweitgrößte Konzerntochter der Telekom. Den Wert des Unternehmens schätzen Branchenexperten laut "Financial Times Deutschland" auf 2,5 bis drei Milliarden Mark. DeTe Immobilien habe aber gravierende Probleme, berichtete die Zeitung. Nach internen Analysen lägen die Kosten zurzeit um rund 30 Prozent über den Einnahmen. Der Verkauf drohe für Telekom-Chef Sommer deshalb zum Zuschussgeschäft zu werden. Die bisherigen Interessenten böten lediglich den symbolischen Preis von einer Mark.

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