Telekommunikationsunternehmen lagern Netzleistungen aus
Kampf der Carrier um die Datennetze

Telekommunikationsunternehmen gehen zunehmend dazu über, Netzleistungen an größere Carrier auszulagern.

Das Marktforschungsunternehmen Meta Group sieht unter Anbietern von Telefondienstleistungen (Carriern) einen Kampf um Marktanteile voraus und somit zusammenbrechende Preise insbesondere für Datendienste. Daher gehen vor allem kleinere Anbieter in jüngster Zeit dazu über, Netzleistungen an größere Carrier auszulagern und zu mieten.

T Systems beispielsweise bietet Telekommunikationsunternehmen je nach Bedarf an, deren Netze zu managen und hat dafür eigens eine Service-Einheit geschaffen. Zielgruppen sind neben den kleineren Carriern Mobilfunk-Anbieter und Internet Service Provider (ISP).

T-Systems bringt die gesamte Palette internationaler Produkte und Dienste im Netzmanagement zum Einsatz, ohne dabei in die Geschäftsbeziehungen der Carrier mit deren Kunden einzugreifen. Diese können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ohne wesentliche Investitionen internationale Komplettlösungen anbieten. Marktkenntnisse, Kundenpflege und ein innovatives Produkt- und Service-Portfolio zählen zu den geschäftskritischen Faktoren, nicht der Besitz und die Instandhaltung eines eigenen internationalen Netzes.

Letztere Faktoren bergen zudem hohe finanzielle Risiken. Insbesondere kleinere Carrier arbeiten im operativen Bereich verhältnismäßig teuer. Wer mit einer eigenen Infrastruktur langfristig überleben möchte, benötigt eine solide Auslastung und muss Skaleneffekte realisieren können. Carrier, die angesichts dieser Unwägbarkeiten ihre Netze auslagern, können so sofort zehn bis zwanzig Prozent ihrer operativen Kosten sparen und erzielen auf diese Weise langfristig einen höheren Gewinn.

Spezialist kümmert sich um Carrier-Netzinfrastruktur

Auch sonst müssen die Carrier nicht über die bereits vorhandene Infrastruktur hinaus investieren. T-Systems hält die Netzinfrastruktur einschließlich der Software fortwährend auf dem neuesten Stand. So profitieren die Telekommunikationsanbieter früh und ohne zusätzliche Ausgaben von neuen Technologien wie MPLS (Multi-Protocol Label Switching) oder Voice over IP.

T-Systems bietet den Carriern je nach Bedarf konvergente Service-Module an, die sowohl Elemente der Telekommunikation als auch der Informationstechnologie umfassen. Sie beinhalten unter anderem die globale Produktentwicklung sowie das Abrechnungs- und Customer-Relationship-Management. Zusammen mit dem Kunden werden Qualitätsstandards (Service Levels) definiert.

Aus diesem so genannten Operator Outsourcing ergeben sich auch für T-Systems Synergien, da der IT- und TK-Dienstleister beispielsweise das eigene Netz besser auslastet als zuvor und im Ausland die bereits vorhandenen Netze der Carrier nutzen kann. Wegen der verkürzten Wege vom Endkunden zum eigenen Netz sinken die Kosten weiter. Die internationale Netzabdeckung - insbesondere in schwer erreichbaren Ländern - kann ohne hohen Kapitalaufwand ausgedehnt werden. Vom Operator Outsourcing profitieren also sowohl der Carrier als auch der Outsourcer.

Autor:

Jan Geldmacher ist Geschäftsführer Telecommunication Services bei .

Siehe auch: Carrier könnten an Unternehmensnetzen noch mehr verdienen

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