Telekommunikationswerte im Mittelpunkt des Interesses
Europäische Börsen schliessen fester

Die europäischen Börsen sind am Mittwoch bei geringen Umsätzen freundlich aus dem Handel gegangen. Die feiertagsbedingte Abwesenheit vieler europäischer Anleger habe sich bemerkbar gemacht, sagten Händler. Da von den US-Börsen keine eindeutigen Richtungsvorgaben ausgegangen seien, hätten sich viele Investoren zusätzlich zurückgehalten.

rtr. Im Mittelpunkt des Interesses standen vor allem die Telekommunikationswerte. Nach der Herabsetzung der Gewinnprognose durch den US-Konzern WorldCom geriet Marktbeobachtern zufolge die gesamte Branche unter Druck. Der technologielastige Nasdaq-Index in den USA hatte am Mittwochabend 0,7 Prozent auf 3346,51 Punkte verloren. Der Dow Jones tendierte 0,7 Prozent im Minus bei 10.363,10 Zählern. Der breit gefasste S&P 500 sank um 0,7 Prozent auf 1419,52 Punkte. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis zum Abend um 2,24 Prozent auf 4951,24 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) 0,6 Prozent auf 5086,16 Punkte anzog.

LONDON - Auf Sieben-Wochen-Hoch

An der Londoner Börse sind die Aktienwerte angesichts einer soliden Nachfrage nach Öl- und Bankaktien auf einem Sieben-Wochen-Hoch aus der Sitzung gegangen. Der FTSE schloss 0,3 Prozent im Plus bei 6457,6 Punkten. Händlern sagten, Verluste bei den Telekom-Titeln hätten das Aufwärtspotenzial allerdings limitiert. Zu den Gewinnern gehörten unter anderem die Schwergewichte BP Amoco und HSBC. Die Aktie stiegen um 2,1 Prozent auf 587,35 Pence beziehungsweise um 1,7 Prozent auf 995,9 Pence. Vodafone, British Telecom (BT) sowie Cable & Wireless (C&W) litten unter der WorldCom-Gewinnwarnung. Vodafone verloren 3,5 Prozent auf 278-1/2 Pence, C&W 4,6 Prozent auf 931-1/2 Pence und BT 2,2 Prozent auf 776 Pence.

ZÜRICH - Kaum verändert

Die Schweizer Börse wurde Händlern zufolge von Verunsicherung geprägt. Nach den jüngsten Gewinnen des Dow-Jones-Index befürchteten einige Marktteilnehmer eine Gegenbewegung. Außerdem sei unklar, wie sich die bevorstehenden US-Präsidentenwahlen auf die Wall Street auswirken werden. Der SMI beendete die Sitzung 0,1 Prozent höher bei 7985,7 Punkten. UBS schlossen nach anfänglichen Gewinnen in negativem Territorium. Aufgrund einer enttäuschenden Prognose für die Branche durch Goldman Sachs verlor die Großbank 0,4 Prozent 248,00 sfr. CS Group gaben 1,9 Prozent auf 330,50 sfr nach.

PARIS - France Telecom belasten

In Paris belastete Händlern zufolge die schwache Kursentwicklung von France Telecom den Gesamtmarkt. Der CAC40 ging 0,2 Prozent höher bei 6409,05 Punkten aus dem Handel. France Telecom litten wie die übrigen europäischen Telefongesellschaften unter WorldCom und verloren ein Prozent auf 122,00 Euro. Für Donnerstag erwarten Marktbeobachter jedoch eine Erholung. Alcatel drehten nach einem freundlichen Auftakt ins Minus und schlossen 0,3 Prozent leichter bei 71,70 Euro. Händler führten die Trendwende auf die Herabsetzung von Gewinnprognosen zurück. Auf der Gewinnerseite standen dagegen Renault und Vivendi. Die Aktien stiegen um 2,2 Prozent auf 59,90 Euro beziehungsweise 2,1 Prozent auf 86,50 Euro.

MAILAND - Fester - Generali zieht Gesamtmarkt mit

Die italienischen Aktienwerte schlossen bei feiertagsbedingt geringen Umsätzen fester. Der MIB30 verabschiedete sich ein Prozent fester bei 48.115 Punkten. Im Mittelpunkt des Interesses standen Generali und Mediobanca. es gebe Gerüchte, dass Lazard seine Anteile an Generali verkaufen wolle, sagten Händler. Der italienische Versicherer zog auf bis zu 40,05 Euro an und schloss 2,91 Prozent fester bei 39,90 Euro. Generali-Hauptaktionär Mediobanca, die Spekulationen zufolge mit Lazard eine Allianz planten, beendeten die Sitzung nach einem freundlichen Start 0,1 Prozent leichter bei 13,25 Euro. Die höchsten Umsätze verzeichneten Olivetti, die Zeitungsberichten zufolge möglicherweise ihre Aktionärsstruktur ändern werden. Das Papier verlor 1,6 Prozent auf 3,50 Euro.

MADRID - Geschlossen

Die Börse blieb am Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen.

AMSTERDAM - Nach ruhigem Handel freundlich

Die niederländischen Aktienwerte präsentierten sich am Mittwoch bei geringen Umsätzen freundlich. Der AEX legte um 0,6 Prozent auf 684,69 Punkte zu. Größere Aktivitäten wurden Händlern zufolge nur bei ausgewählten Titeln beobachtet. UPC legten nach einer Kaufempfehlung durch JP Morgan um 8,5 Prozent auf 22,40 Euro zu. Philips Electronics gehörten ebenfalls zu den Gewinnern und zogen um 1,8 Prozent auf 47,15 Euro an. In Erwartung der Ausgabe neuer Aktien verloren KPN 4,3 Prozent auf 22,84 Euro. Einen Einbruch verzeichneten Randstad, die nach schwachen Zahlen um 2,82 Prozent auf 18,70 Euro abrutschten.

WIEN - Geschlossen

Die Börse blieb am Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen.

BRÜSSEL - Finanzwerte ziehen Gesamtmarkt mit

In Brüssel haben die Finanztitel für ein deutlichen Anstieg des Börsenbarometers gesorgt. Trotz geringer Umsätze legte der Bel20 1,3 Prozent auf 3150,36 Zähler zu. Seit einigen Tagen schon gebe es bei den Finanztiteln eine deutliche Kehrtwende, sagten Händler. Die Aufwärtsbewegung könne durchaus einige Tage anhalten. Dexia stiegen um 1,52 Prozent auf 179,80 Euro, nachdem sie zwischenzeitlich einen neuen Rekordstand von 180,50 Euro erreicht hatten. Fortis B zogen um 0,3 Prozent auf 36,22 Euro an.

STOCKHOLM - Ericsson und Nokia stützen

Die Stockholmer Börse hat am Mittwoch überdurchschnittlich zugelegt. Der OMX schloss 0,9 Prozent fester bei 1190,41 Punkten. Händlern zufolge sorgte vor allem die gute Kursentwicklung der Börsenschwergewichte Ericsson und Nokia für Unterstützung. Die Papiere stiegen gegen der Trend der Telekom-Branche um 5,00 auf 138,00 skr beziehungsweise 11,50 auf 422,00 skr.

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