Telematik-Anbieter will Anleger mit Planungssicherheit überzeugen
Init hält unbeirrt am Börsenfahrplan fest

Während Unternehmen wie Singulus, D. Logistics oder Mobilcom laut über einen Rückzug vom Neuen Markt nachdenken, will die Karlsruher Init Innovation in Traffic Systems AG, ein Anbieter von Telematikleistungen für den Öffentlichen Nahverkehr, genau dahin.

hof FRANKFURT/M. Statt das angeschlagene Image des Marktes zu fürchten, will Init nach Angaben des Vorstandes mit einem "gelungenen Börsengang" dazu beitragen, es zu verbessern. "Unsere Aktie bietet den Anlegern eine Mischung zwischen konservativer Planbarkeit und hohen Wachstumsraten", begründet dies Init-Vorstandschef und Mehrheitsaktionär Gottfried Greschner.

Den Weg vieler Börsenaspiranten in den letzten Monaten, die Preise zu reduzieren, um den Börsenstart trotz des schwachen Umfeldes durchzuziehen, will Greschner auf keinen Fall gehen: "Dumpingpreise wird es bei uns nicht geben." Die Bewertung biete auch so eine gute Chance, sich günstig einzukaufen. Greschner hat sich im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe der Bieterspanne und dem Start der Bieterfrist auf eine Untergrenze festgelegt: Bei einem Preis von weniger als 5 Euro will er auf den Börsengang verzichten.

Wahrscheinlich ist daher eine Spanne zwischen 5 und 7 Euro. Damit läge die Bewertung in dem Rahmen, den Analysten der Konsortialbanken als fair ansehen. Ein Preis von 5 Euro entspräche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne für 2002 von knapp über 13. Auf einen "Angstabschlag", der bei den Börsengängen der vergangenen Monate beinahe zur Regel wurde, will Init verzichten. Schließlich biete die Firma ein hohes Maß an Planungssicherheit für den Anleger, meint Greschner. Allein der aktuelle Auftragsbestand, den er auf 40 Mill. Euro beziffert, decke dieses Jahr vollständig und 2002 zu 40 % ab. Daneben bestünden Absichtserklärungen über 5 Mill. Euro und Init sei in Europa und den USA an Ausschreibungen über ein Volumen von mehr als 30 Mill. Euro beteiligt.

Im laufenden Jahr will Init 31 Mill. Euro umsetzen, im 1. Halbjahr, das in der Regel sehr schwach sei, habe die Firma den Planumsatz übertroffen. Mit Ausnahme des Jahres 1999 habe Init immer schwarze Zahlen geschrieben. Für den Verlust seien hohe Vorleistungen in Technik und Personal verantwortlich gewesen. Durchschnittlich will die Firma in den kommenden zehn Jahre um durchschnittlich 20 % wachsen. Dabei baut die Firma darauf, dass sich Modernisierungswelle im Öffentlichen Nahverkehr fortsetzt. Für diesen Prozess liefert Init Soft- und Hardwareprodukte. Das Sortiment reicht von Fahrgastinformationssystemen über das Ticketing bis zur optimierten Planung von Ressourcen und zum Flottenmanagement.

Als Konkurrenten treten in Einzelbereichen unter anderem Siemens mit einer Schweizer Tochtergesellschaft, aber auch die bereits am Neuen Markt notierten Unternehmen sowie Hoeft + Wessel AG auf.

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