Telematik-Unternehmen in Turbulenzen
Comroad-Gründer verhaftet

Der frühere Chef und Firmengründer des skandalgebeutelten Telematik-Anbieters Comroad, Bodo Schnabel, ist verhaftet worden.

dpa MÜNCHEN. Es bestehe der Verdacht des Kursbetrugs in 16 Fällen, bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick am Dienstag in München einen Bericht des Anlegermagazins «Börse Online». Schnabel war Anfang März bereits vom Aufsichtsrat wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten in der Bilanz fristlos entlassen worden. Die ComRoad-Aktie fiel bis zum Nachmittag um 3,85 Prozent auf 1,25 Euro.

Schnabel sei bereits am 26. März nach einer Durchsuchung seiner Wohnung vorläufig festgenommen worden, sagte Wick. Einen Tag später wurde Haftbefehl erlassen. Bei den Vorwürfen geht es um möglicherweise falsche Börsen-Pflichtmitteilungen.

In Medienberichten wurde seit Monaten über möglicherweise künstlich aufgeblähte Umsatzzahlen bei ComRoad spekuliert. Im Februar kündigte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ihr Mandat bei ComRoad. Die Prüfer warfen dem Konzern vor, nicht existierende Geschäftsbeziehungen mit Asien verbucht zu haben. Zwei Wochen später wurde Schnabel entlassen. Er hatte das Unternehmen 1995 gegründet. ComRoad hat sich auf Telematik-Netzwerke spezialisiert, die die mobile Überwachung von Autos oder Lastwagen ermöglichen und für die Navigation oder zum Flottenmanagement verwendet werden können.

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