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Telenor plant Verkauf von Viag Interkom Anteilen

Reuters OSLO. Der vor dem Börsengang stehende norwegische Telefonkonzern Telenor führt nach eigenen Angaben Gespräche über den Verkauf seiner Beteiligungen an dem irischen Anbieter Esat Digifone und der Münchener Viag Interkom. Telenor-Sprecher Dag Melgaard sagte am Dienstag auf Anfrage in Norwegen, man führe Gespräch über die Verkaufsoptionen der beiden Beteiligungen. Details könnten noch nicht genannt werden, da es noch keine Einigung mit dem Gesprächspartner British Telecom (BT) gebe. In naher Zukunft erreiche man einige Fristen, hieß es. Für die Anteile bei Esat Digifone in Höhe von 49,5 % läuft eine kombinierte Verkaufs- oder Aktientauschoption am 7. Dezember aus. Für den zehnprozentigen Anteil an Viag Interkom endet die Verkaufsoption am Jahresende.

Telenor teilte weiter mit, dass man gleichzeitig die Möglichkeit prüfe, den 50-Prozent-Anteil von British Telecom an dem schwedischen Anbieter Telenordia AB zu übernehmen. Die restlichen 50 % des Telenordia-Kapitals sind bereits im Besitz von Telenor. Telenor nannte als eine Einigungsmöglichkeit mit BT, dass man die Anteile an Esat und Viag Interkom gegen die Telenordia-Anteile tauschen könne. Telenordia strebt als viertgrößter schwedischer Anbieter an die Börse. Die staatliche Telenor plant ihr Börsendebüt für den 4. Dezember. Analysten halten es für möglich, dass Telenor mit einer Entscheidung über einen Anteilstausch mit BT wartet, bis Telenordia eine der begehrten UMTS-Mobilfunklizenzen in Schweden erwirbt. Mit einem Ende des Vergabeverfahrens der schwedischen Regierung wird gegen Ende Dezember gerechnet.

Viag Interkom ist derzeit im Gemeinschaftsbesitz von E.ON und British Telecom. BT hatte sich mit E.ON auf die Übernahme der Kapitalmehrheit an Viag Interkom im kommenden Jahr geeinigt. Die restlichen zehn Prozent hält Telenor. BT hatte zuletzt hohe Finanzverbindlichkeiten von umgerechnet 61 Mrd. DM und vor diesem Hintergrund Ausgliederungen in Form von Börsengängen und Beteiligungsverkäufen angekündigt. Mitte November trennte sich BT von seinen Anteilen an dem Schweizer Telekomunternehmen Sunrise.

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