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Teleplan verdient mehr im ersten Quartal

. Der niederländische Computer-Reparaturdienstleister Teleplan International N.V. hat im ersten Quartal 2001 mehr umgesetzt und verdient als im Vorjahresquartal.

Reuters VELDHOVENDer Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 % auf 103,4 Mill. ? verbessert, teilte die im Blue Chip-Index Nemax50 des Neuen Marktes vertretene Gesellschaft am Mittwoch mit. Bereinigt um Einmalkosten für die Prüfung eines nicht genannten potenziellen Übernahmekandidaten (Due Dilligence) von 1,1 Mill. ? sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf 6,3 von 3,0 Mill. ? angestiegen. Damit entsprachen die Zahlen im Wesentlichen den am 24. April vorgelegten vorläufigen Daten. Analysten verwiesen darauf, dass das in der Branche traditionell schwache erste Quartal nur bedingt Aufschluss auf den Geschäftsverlauf im Gesamtjahr gebe.

Umsatz und Ergebnis hätten die Erwartungen von Teleplan "im vollen Umfang" bestätigt, teilte die Gesellschaft weiter mit. Das operative Ergebnis (Ebit) habe sich im erste Quartal bereinigt um die Einmalkosten auf 3,2 (Vorjahresquartal 1,2) Mill. ? verbessert, während der bereinigten Periodenüberschuss auf 2,6 (1,6) Mill. ? gestiegen sei. Für das Gesamtjahr 2001 strebt die Gesellschaft nach Angaben von Ende März bei einem Umsatz von 600 Mill. ? ein Ebit von 30 Mill. ? an. Im Geschäftsjahr 2000 erwirtschaftete Teleplan einen Umsatz von 293 Mill. ? sowie ein Ebit von 16,5 Mill. ?. Vorstandschef Edmund Krix zeigte sich Mitte März trotz rückläufigem PC-Markt optimistisch, die Planung zu erreichen. "Die Verträge dazu haben wir zu 90 % in der Tasche", hatte Krix damals gesagt. Für 2002 strebe Teleplan ein Umsatzwachstum von 20 bis 25 % bei parallel dazu wachsenden Ergebnissen an.

Angesichts des traditionell eher schwachen ersten Quartals seien die Ergebnisse der ersten drei Monate für die weitere Entwicklung des Geschäftsjahres nicht sonderlich aussagekräftig, sagte Jürgen Hackenberg, Analyst bei der Deutschen Bank. "Das zweite und dritte Quartal sind aussagekräftiger", fügte er hinzu. Bislang zeigte sich Hackenberg mit dem Geschäftsverlauf von Teleplan zufrieden. Negative Auswirkungen des rückläufigen PC-Marktes auf die Ergebnisentwicklung von Teleplan kann der Analysten nicht erkennen. Aufgeschobene Investitionsentscheidungen in neue Computer erhöhten die Lebenszyklen der alten Geräte und damit die Reparaturanfälligkeit. Außerdem verringere der Reparaturdienstleister seine Abhängigkeit vom PC-Markt durch eine verstärkte Konzentration auf Bereiche wie Consumer Electronics und Mobiltelefone, sagte Hackenberg. Der Deutsche Bank-Analyst stuft die Teleplan-Aktie derzeit auf "Marketperformer".

Auch die Analysten von SES Research bewerten die Aktie gegenwärtig mit "Marketperformer". Vor dem Hintergrund eines traditionell schwachen ersten Quartals, den im berichteten Zeitraum akquirierten Neuaufträgen, der Cyclix-Übernahme sowie der laut Teleplan weitgehend gesicherten Jahresumsatzplanung von 600 Mill. ? halten die SES-Analysten an ihrer Umsatzprognose von 650 Mill. ? für 2001 fest. Positiv werteten die Analysten das bestreben Teleplans, weitere Zukäufe zum Ausbau der Marktposition zu tätigen.

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