Tempo, Tricks und tolle Szenen
Deutsche Elf trotzt Brasilien ein Unentschieden ab

Die deutsche Nationalmannschaft hat beim mutigen Heimdebüt von Jürgen Klinsmann WM-Hoffnungen geweckt. Torschütze war erneut Kuranyi, der in der 17. Spielminute die Führung der Gäste durch Ronaldinho ausgleichen konnte.

HB BERLIN. Die "schwarze Serie" gegen die ganz Großen des Weltfußballs konnte die deutsche Mannschaft am Mittwoch aber nicht beenden. 26 Monate nach dem unglücklich verlorenen WM-Finale von Yokohama brachte die DFB-Elf den fünfmaligen Weltmeister Brasilien am Mittwochabend im Berliner Olympiastadion beim 1:1 (1:1) immerhin an den Rand einer Niederlage. Im ersten großen Spiel in der renovierten Arena glich der Stuttgarter Kevin Kuranyi in der 17. Minute die Führung der Gäste durch Ronaldinho (9.) aus. Zum ersten Erfolg gegen die Südamerikaner seit elf Jahren fehlte dem deutschen Team vor 74 315 Zuschauern die letzte Konsequenz. Der letzte Sieg gegen ein Top-Team war 2000 beim 1:0 in England gelungen.

Tempo, Tricks und tolle Szenen: Zur Heimpremiere von Klinsmann als Bundestrainer bot die Nationalmannschaft den von den Fans erhofften tollen Fußballabend. Dabei ließ das Team nach nur wenigen Tagen gemeinsamen Trainings bereits deutlich die Handschrift Klinsmanns erkennen und überzeugte mit Dynamik, Risikobereitschaft und Tordrang. Mit dem schnellen Ausgleich durch den gebürtigen Brasilianer Kuranyi, der zum vierten Mal in Folge im Nationaltrikot ins Schwarze traf, wuchs der Glaube an die eigene Stärke und sprang der Funke der Begeisterung auf die Ränge über. Erst als der deutschen Mannschaft am Ende die Puste ausging, war auch die zwölfte Niederlage gegen den südamerikanischen Rivalen möglich. Vier Minuten vor Schluss rettete Oliver Kahn mit einer Fußabwehr gegen Julio Baptista das Remis.

Zwei Jahre nach dem WM-Finale ließ die deutsche Mannschaft die Brasilianer mit aggressivem Spiel kaum zur Entfaltung kommen. Im Mittelfeld nahm Michael Ballack seine neue Rolle als Kapitän auch auf dem Feld an und dirigierte gut abgeschirmt von Torsten Frings mit klugen Pässen das Spiel. Sebastian Deisler benötigte bei seinem Comeback nach einjähriger Pause zwar einige Zeit, um ins Spiel zu finden, deutete aber dann mehrfach an, warum er einer der größten Hoffnungsträger für die WM 2006 ist. Neben Kuranyi präsentierte sich auch der agile Gerald Asamoah in vorderster Front als ständiger Unruheherd für die gegnerische Abwehr.

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