Tendenz leichter
Analysten: Auf und Ab am Aktienmarkt geht weiter

adx FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt bleibt weiterhin von Unsicherheit gekennzeichnet. Nach übereinstimmender Meinung der Analysten mehrerer großer Banken wird es nicht zu einer ausgeprägten Jahresendrallye kommen. Andererseits rechnen sie aber trotz einer leichteren Tendenz nicht mit einer allgemeinen Talfahrt der Aktienkurse.

Für die Bankgesellschaft Berlin zeichnet sich noch kein rasches Ende der Unsicherheitsphase ab, obwohl das Börsenumfeld alles in allem zufriedenstellend sei. "Die derzeitige Stimmung ist zweifelsohne schlecht, schlechter als die tatsächliche Lage", heißt es im Wochenbericht der Bankgesellschaft. Es werde kaum noch wahrgenommen, dass die Konjunktur trotz der Wachstumsverlangsamung aufwärts gerichtet bleibe und für steigende Erträgen sorgen werde. "Sobald sich die Stimmung wieder stärker an den nackten Tatsachen orientiert, sollte eine wieder freundlichere Kurstendenz möglich sein", geben sich die Analysten optimistisch.

Nach Ansicht der Frankfurter BfG Bank dürfte die gegenwärtige leichte Erholung gegenüber dem Wochenbeginn nur als technische Reaktion zu werten sein. Der seit März bestehende Abwärtstrend bleibe intakt. Der jüngste Kurssturz bei Technologiewerten sei als weiterer Schritt in der Konsolidierung dieser Titel zu sehen. Für die internationalen Aktienmärkte besteht aus der Sicht der BfG Bank nach wie vor ein Gefahrenpotenzial, das von den US-Aktienmärkten ausgeht.

Kein Signal für einen Kursschub

Auch die Experten der Helaba Trust sehen keine Signale für einen bevorstehenden Kursschub. Gleichzeitig sei kaum damit zu rechnen, dass das "klar defensiv ausgerichtete Anlageverhalten" noch vor Jahresende abgelegt wird. Um wirkliche Kursschübe in den führenden Indizes auszulösen, müssten aber zyklische Werte und vor allem TMT-Werte wieder gefragt werden. Die Berenberg Bank rechnet nach den Kursrückschlägen in dieser Woche in den nächsten Tagen mit einer Stabilisierung des Aktienmarktes. Mit der Entscheidung über den Gewinner der Präsidentenwahl in den USA werde zumindest ein Unsicherheitsfaktor verschwinden.

Die Commerzbank geht davon aus, dass die Orientierungslosigkeit über die weitere Entwicklung durchaus noch einige Zeit anhalten könnte. Dies zeige sich auch in einem sehr niedrigen Umsatzvolumen. Auf mittlere Sicht bleibe die Commerzbank aber zuversichtlich für den Aktienmarkt.

Übereinstimmend empfehlen die Analysten für die nächsten Tage Qualitätswerte im Blue-Chip-Bereich, darunter vor allem Degussa-Hüls, Lufthansa, Aventis und BASF.

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