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Tennis-Beauty Scharapowa sucht eiskalt den ErfolgDPA-Datum: 2004-06-30 12:40:50

London (dpa) - Auch wenn es ihr ganz und gar nicht gefällt: Nun muss sich Maria Scharapowa doch mit Anna Kurnikowa vergleichen lassen. Im Wettstreit der Tennis-Beautys hatte die 17-Jährige dies immer abgelehnt und auf ihre sportlich größeren Erfolge verwiesen.

London (dpa) - Auch wenn es ihr ganz und gar nicht gefällt: Nun muss sich Maria Scharapowa doch mit Anna Kurnikowa vergleichen lassen. Im Wettstreit der Tennis-Beautys hatte die 17-Jährige dies immer abgelehnt und auf ihre sportlich größeren Erfolge verwiesen.

Doch in Wimbledon wurde sie von der aus dem Tennis-Zirkus längst geflüchteten Rivalin eingeholt. Auch die inzwischen 23-jährige Russin hatte bei ihrem Debüt auf dem «Heiligen Rasen» 1997 das Halbfinale der All England Championships erreicht. So wie Maria Scharapowa nun bei ihrem zweiten London-Auftritt durch ein 5:7, 7:5, 6:2 gegen die Japanerin Ai Sugiyama.

Nach der russischen Dominanz bei den French Open mit drei Spielerinnen in der Vorschlussrunde und dem ersten russischen Finale in der Geschichte der Grand Slams, setzte Maria Scharapowa ein weiteres Ausrufezeichen. Eiskalt nutzte sie alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel, die brave Japanerin aus der Erfolgsspur zu drängen. Als das Match Ende des zweiten Satzes auf des Messers Schneide stand, griff die seit ihrem neunten Lebensjahr bei Nick Bollettieri in Florida lebende Moskauerin tief in die Psycho-Kiste und ließ jedem ihrer harten Schläge eine kräftiges Stöhnen folgen.

Mit jedem Ballwechsel wurden die Geräusche lauter und lauter, und die Japanerin ließ sich gänzlich aus dem Rhythmus bringen. Doch sie beschwerte sich nicht, und auch der Referee ließ Scharapowa gewähren. Im Vorjahr war das anders. Spielerinnen protestierten wegen der störenden Geräusche - sogar auf den angrenzenden Plätzen. «Ich habe das gar nicht gemerkt», entschuldigte sich Maria Scharapowa, nachdem sie Ai Sugiyama den Erfolg im Viertelfinale eiskalt entrissen hatte.

«Ich wollte unbedingt ein Mal auf dem Center Court spielen», sagte Maria Scharapowa. «Aber ich habe wirklich nie daran gedacht, hier das Halbfinale zu schaffen. Nach all den Opfern ist das aber eine wunderbare Sache.» In der Runde der besten Vier erwartet sie an diesem Donnerstag Lindsay Davenport. Die Amerikanerin, die vor einem Jahr geheiratet hat, plant ihren Rücktritt. Der zweite Wimbledeon- Titel nach 1999, als sie im Finale Steffi Graf bezwang, wäre ein guter Zeitpunkt. «Entschieden ist aber noch nichts», wiegelt die Olympiasiegerin von Atlanta 1996 ab, der die Familie über alles geht. «Dagegen kommt nicht einmal die Liebe zum Tennis an.»

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