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Tennis-Bundesliga vor grundlegenden Reformen

Die Tennis-Bundesliga steht vor einer grundlegenden Reform und droht dem Deutschen Tennis Bund (DTB) sogar mit der Abspaltung. „Über allem steht die Wirtschaftlichkeit und die Zukunft der Bundesliga“, sagte Liga-Sprecher Burchard von Arnim in Düsseldorf.

dpa DÜSSELDORF. Die Tennis-Bundesliga steht vor einer grundlegenden Reform und droht dem Deutschen Tennis Bund (DTB) sogar mit der Abspaltung. "Über allem steht die Wirtschaftlichkeit und die Zukunft der Bundesliga", sagte Liga-Sprecher Burchard von Arnim in Düsseldorf.

Sollte der DTB den Vorschlägen der Liga nicht nachkommen, sei die Organisationszugehörigkeit der 1. Bundesliga der Herren "nicht zwingend unter dem Dach des DTB erforderlich", erklärte er. Ende November hatten die neun im kommenden Jahr in der Bundesliga vertretenen Vereine auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung weit reichende Beschlüsse gefasst, die nun veröffentlicht wurden. So soll unter anderem das Mannschaftsspielsystem von bisher sechs Einzel- und drei Doppel-Matches auf vier Einzel- und zwei Doppel-Matches umgestellt werden. "Unsere Spieltage dauern einfach zu lange. Das ist unattraktiv für Spieler, Zuschauer und Medien", meinte von Arnim.

Zudem wollen die Liga-Vertreter statt eines dritten Satzes einen so genannten Super-Tiebreak (bis 10) spielen lassen und die DTB-Top- 50-Regelung einführen. Diese besagt, dass Profis, die unter den Top 50 der Weltrangliste stehen, nicht in der Bundesliga eingesetzt werden dürfen.

Da sich der DTB nach Angaben von Arnims bislang nicht zu Reformen durchringen konnte, könnten die Änderungen frühestens zur Saison 2006 in Kraft treten. "Beim DTB hat leider das Traditionalistendenken die Oberhand gewonnen", kritisierte von Arnim. Die Beschlüsse liegen nach seinen Worten dem DTB vor: "Jetzt liegt der Ball nicht mehr bei uns."

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