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Tennis-Hilfe für Flutopfer - Schüttler nach Indien

Der verwüstete Strand ist nur 20 Auto-Minuten entfernt. Trotz der Folgen der verheerenden Flutkatastrophe in Asien wird das ATP-Turnier im indischen Chennai ab dem 3. Januar wie geplant stattfinden.

dpa CHENNAI/BERLIN. Der verwüstete Strand ist nur 20 Auto-Minuten entfernt. Trotz der Folgen der verheerenden Flutkatastrophe in Asien wird das ATP-Turnier im indischen Chennai ab dem 3. Januar wie geplant stattfinden.

Der Wettbewerb eröffnet zusammen mit zwei weiteren Herren-Veranstaltungen das Tennis-Jahr 2005. Rainer Schüttler, der 1999 das Finale im Nungambakkam-Stadion bestritt, soll nach Angaben der Organisatoren vier Tage vor Turnierbeginn im früheren Madras eintreffen. Der Korbacher machte nach seiner Abreise am zweiten Weihnachtsfeiertag erst in Dubai Station. Beunruhigte Fans baten auf seiner Internet-Seite zwischenzeitlich sogar darum, ihr Idol möge sich doch bitte melden.

An der Durchführung des mit 380 000 Dollar dotierten Wettbewerbs in Chennai gab es indes keine Zweifel. "Die Vorbereitungen waren schon zu weit fortgeschritten", sagte die stellvertretende Turnierdirektorin Nidhi Choudhery der dpa. Nach den tödlichen Wellen aus dem Indischen Ozean hofft sie nun auf eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Tennis-Profis.

Stars wie der Weltranglisten-Erste Roger Federer und der Amerikaner Andy Roddick sollen auch mit Hilfe der Herren-Profi-Organisation ATP einbezogen werden. In Chennai, wo in Paradorn Srichaphan aus Thailand und Spaniens Daviscup-Held Carlos Moya die beiden letzten Sieger antreten, werden wie in den vergangenen Jahren Tennis-Utensilien versteigert. Signiert wurden sie unter anderem von Björn Borg, Russlands Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa und der Amerikanerin Venus Williams.

Ein Spieler, der anonym bleiben wollte, habe im Vorjahr die Hälfte seines Preisgeldes gespendet, berichtete Nidhi Choudhery und hofft darauf, dass mindestens 50 000 Dollar für die Opfer gesammelt werden können. "Wir hoffen sogar auf mehr", meinte sie. Betroffenen Familien sei mit kleinen Beträgen schon geholfen.

Auch beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, den am 17. Januar beginnenden Australian Open in Melbourne, soll es Hilfsaktionen geben. "Wir überlegen noch, was wir genau tun werden, aber wir wollen Spendengelder für die Opfer dieser Tragödie sammeln", teilte Turniersprecher John Lindsay mit.

Außer in Chennai schlagen die Herren ab Montag in Doha und Adelaide bei den ersten von insgesamt 66 ATP-Turnieren auf. Der große Star im Scheichtum Katar ist der Schweizer Roger Federer. Sein letzter Test vor den Australian Open wird in Melbourne das hochkarätige Einladungsturnier von Kooyong sein, das auch Andy Roddick und Andre Agassi als Generalprobe dienen soll.

Roddick sagte inzwischen seinen Start in Adelaide ab und bereitet sich stattdessen in den USA weiter mit seinem neuen Trainer Dean Goldfine vor, der Nachfolger des überraschend entlassenen Brad Gilbert ist. Nicolas Kiefer, der sich über Weihnachten von seiner langjährigen Freundin getrennt hat, gibt in Adelaide ebenso wie Lokalmatador Lleyton Hewitt seinen Saison-Einstand. Thomas Haas tritt gemeinsam mit Anna-Lena Grönefeld in Perth beim Hopman-Cup an. Die Damen, bei denen es an der Spitze 2004 ausgeglichen wie selten zuvor zuging, starten mit kleineren Veranstaltungen ins neue Jahr. Die ersten der 62 WTA-Turniere finden im australischen Gold Coast und im neuseeländischen Auckland statt.

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