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Tennis Masters-Turnier bleibt in Hamburg

Hamburg (dpa) - Am Hamburger Rothenbaum wird auch in den kommenden Jahren weiter Weltklasse-Tennis gespielt. Nach zähen Verhandlungen hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) beschlossen, das Turnier trotz der Verluste weiter in der Hansestadt durchzuführen.

Hamburg (dpa) - Am Hamburger Rothenbaum wird auch in den kommenden Jahren weiter Weltklasse-Tennis gespielt. Nach zähen Verhandlungen hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) beschlossen, das Turnier trotz der Verluste weiter in der Hansestadt durchzuführen.

Rund 600 000 Euro fehlten in diesem Jahr dem DTB. «Die Diskussionen um den Fortbestand sind damit beendet», sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels nach der Sitzung von Präsidium und Bundesausschuss in Hamburg.

Eine Lösung für die German Open in Berlin ist dagegen noch nicht gefunden worden. Auch das Damen-Turnier schreibt beharrlich rote Zahlen. Der Verlust soll in diesem Jahr ebenfalls rund 600 000 Euro betragen haben. «Wir werden weiter eine Lösung suchen», sagte von Waldenfels. In dieser Woche wird er deshalb zu Verhandlungen unter anderem mit der WTA nach London reisen, wo sich die Tennis-Elite bis zum 4. Juli beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon trifft. «Wir werden alles versuchen, das Turnier zu halten.» Doch ohne neue Geldgeber muss die renommierte Veranstaltung verkauft werden. Leipzig soll bereits ernsthaftes Interesse bekundet haben.

Mit den Plänen für einen Sportpark und dem damit verbundenen Umzug des Tennisturniers aus dem noblen Wohnviertel am Rothenbaum in den Volkspark hat Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust möglicherweise das einzige in Deutschland verbliebene Super-9-Turnier vor dem Rotstift gerettet. «Die Gespräche mit der Wirtschaft haben zu dem Ergebnis geführt, dass die finanziellen Voraussetzungen für diese Top- Veranstaltung in Zukunft gegeben sind», erklärte von Waldenfels. Konkrete Zahlen könne er momentan aber nicht nennen. Der ATP kann er nun aber die geforderte Garantie-Erklärung geben, dass Hamburg im Stande ist, das Preisgeld von knapp 2,4 Millionen Euro in der bedeutenden Masters Serie zu zahlen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Weltelite auch im Jahr 2005 am Rothenbaum aufschlägt.

«Dieses Turnier stärkt den Wirtschaftsstandort genauso wie die Sportstadt Hamburg. Es ist ein bedeutender Marketingwert für die Hansestadt», betonte von Waldenfels. «Für das deutsche Tennis ist dieses Turnier ein Aushängeschild, das jetzt wieder auf festen Füßen steht.» Seinen Teil dazu beitragen will auch Chairman Boris Becker, der seine Arbeit am Rothenbaum fortsetzt.

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