Tennis Olympia
Schwierige Aufgaben für Kiefer und Schüttler

Undankbare Gegner haben Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler beim olympischen Tennis-Turnier erwischt. Kiefer muss zunächst gegen Max Mirnyi, Schüttler gegen Kei Nishikori antreten.

Die deutschen Tennisprofis Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler haben bei der Auslosung zum olympischen Tennisturnier undankbare Gegner gezogen. Der an 19 gesetzte Kiefer trifft in der ersten Runde auf den Weißrussen Max Mirnyi, Schüttler bekommt es mit dem Japaner Kei Nishikori zu tun. Bei einem Erfolg müsste der Korbacher allerdings schon in der zweiten Runde voraussichtlich gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic (Serbien) spielen.

Die beiden Deutschen gehen als Favoriten in ihre Erstrundenpartien. Kiefer muss gegen den routinierten Doppelspezialisten Mirnyi aber ebenso auf der Hut sein wie Schüttler gegen das 18 Jahre alte Talent aus Japan, das bei Nick Bollettieri in Florida ausgebildet wurde. Philipp Kohlschreiber musste einen Tag vor der Auslosung seine Teilnahme wegen eines Muskelfaserrisses absagen.

Kiefer: "Mit dem Olymp noch eine Rechnung offen"

Im Doppel treffen Kiefer/Schüttler in der ersten Runde auf die Österreicher Julian Knowle und Jürgen Melzer. In der zweiten Runde droht den Silbermedaillengewinnern von 2004 aber schon eine Partie gegen die amerikanischen Topfavoriten Bob und Mike Bryan.

Dennoch wollen die tragischen Helden von Athen vollenden, woran sie vor vier Jahren knapp gescheitert waren. Trotz ihrer vier Matchbälle verloren sie das denkwürdige Nachtfinale 2004 gegen die Chilenen Fernando Gonzalez und Nicolas Massu. "Wir haben mit dem Olymp noch eine Rechnung offen", sagt Kiefer.

Möglich wurde das Comeback der beiden durch die verletzungsbedingte Absage von Philipp Kohlschreiber am Mittwochabend. Der Augsburger war auf Grund der lange unsicheren Nominierung von Schüttler ursprünglich dazu ausersehen, an der Seite von Kiefer im Doppel anzutreten.

Nun kommt aber wieder Schüttler zum Zug, eine Kombination, die beide Spieler ohnehin favorisiert hatten. "Mit Kiwi habe ich viel Spaß", erklärt der Korbacher, "wir wollen beide unser Bestes geben und trainieren hart dafür."

Federer zunächst gegen Tursunow

Der Schweizer Roger Federer tritt nach viereinhalb Jahren Regentschaft vorläufig zum letzten Mal als topgesetzter Spieler an. Unmittelbar nach Peking wird er von dem Spanier Rafael Nadal als Weltranglisten-Erster abgelöst.

Federer spielt in der ersten Runde gegen den Russen Dimitri Tursunow. Bereits in der dritten Runde könnte er auf den Kroaten Ivo Karlovic oder den Tschechen Tomas Berdych treffen. Gegen Karlovic hatte Federer vor einer Woche in Cincinnati verloren, Berdych beendete vor vier Jahren in Athen vorzeitig den Olympiatraum des Eidgenossen.

Ohne deutsche Beteiligung findet das Damenturnier statt. Die neue Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic (Serbien) spielt zunächst gegen Doppelspezialistin Cara Black (Simbabwe). Ihre noch topgesetzte Landsfrau Ana Ivanovic bekommt es zunächst mit der Ukrainerin Maria Korittsewa zu tun.

© SID

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