Tennis-Turnier in Rom
Haas und Agassi kommen weiter

Thomas Haas hat das Viertelfinale des mit 2,578 Millionen Dollar dotierten Tennis-Turniers in Rom erreicht. Der an sieben gesetzte gebürtige Hamburger setzte sich am Donnerstag im Achtelfinale mit 6:3, 6:4 gegen Sebastien Grosjean (Frankreich) in 83 Minuten. Im fünften Aufeinandertreffen erreichte Haas den ersten Sieg gegen seinen bisherigen Angstgegner.

 

dpa ROM. Thomas Haas hat sein Niederlagen-Trauma gegen Sebastien Grosjean endlich überwunden und darf erneut leise vom ersten Sandplatz-Titel seiner Karriere träumen. Mit dem 6:3, 6:4 über den Franzosen zog der Hamburger am Himmelfahrtstag erstmals in das Viertelfinale des Masters-Turniers von Rom ein. Es war für Haas im fünften Anlauf der erste Erfolg über Grosjean, der ihm im vorigen Herbst im letzten Moment die Teilnahme am Masters Cup der besten acht Tennisprofis verwehrt hatte.

"Ich hatte nichts zu verlieren und habe meine Chancen gut genutzt", sagte Haas, der das Match mit einem As beendete. Am Freitag trifft der 24-Jährige entweder auf den wieder erstarkten ehemaligen Weltranglisten-Ersten Carlos Moya aus Spanien, der am Mittwoch den Australier Lleyton Hewitt ausschaltete, oder auf den Schweden Thomas Enqvist.

Haas hatte sich in der zweiten Runde des mit 2,578 Millionen Dollar dotierten Turniers erst am Mittwochabend mit 7:5, 6:1 gegen Juan Ignacio Chela aus Argentinien durchgesetzt. Der an Nummer sieben gesetzte Deutsche vertrieb sich das vorherige stundenlange Warten wegen Regens mit Lesen und Surfen im Internet.

Am Himmelfahrtstag lachte dagegen die Sonne. "Der Platz war viel schneller. Er war fast so hart wie Zement", erklärte Haas die veränderten Bedingungen auf dem von ihm nicht so sehr geliebten roten Sand.

Mit einem Break zum 4:2 legte er im ersten Durchgang die Grundlage für den allerersten Satzgewinn gegen Grosjean überhaupt. Im zweiten nahm er dem zweimaligen Grand-Slam-Halbfinalisten beim Stand von 4:4 das Service zu Null ab. "Er hat sich nicht so gut bewegt und hat am Anfang ein paar leichte Fehler gemacht", urteilte Haas, der eine Hüftverletzung bei seinem Kontrahenten vermutete. Das warme Frühlingswetter war Balsam für seinen eigenen Rücken, der ihn zuletzt im Halbfinale von München gestoppt hatte. Mit den Leistungen der vergangenen beiden Wochen empfahl sich Australian-Open-Halbfinalist Haas schon jetzt für das Masters-Turnier in der kommenden Woche in Hamburg, aber auch für die French Open in gut zwei Wochen in Paris.

Im Gegensatz zu ihm verpassten etliche Favoriten bereits die Runde der letzten 16. Dazu zählten Titelverteidiger Juan Carlos Ferrero aus Spanien, sein letztjähriger Finalgegner Gustavo Kuerten und Australian-Open-Finalist Marat Safin aus Russland. Der Australier Lleyton Hewitt verlor wie schon zuletzt in Monte Carlo gegen Moya und bekam beim 3:6, 2:6 im zweiten Satz wegen Meckerns einen Punkt abgezogen. "Ich weiß, woran ich arbeiten muss. Es gibt keinen Grund, warum ich nicht zu meiner Bestform finden sollte", sagte Hewitt.

Kuerten zeigte sich trotz der Drei-Satz-Niederlage gegen den Spanier Albert Montanes nicht unzufrieden. Der dreimalige Sieger der French Open, der auch schon in Rom erfolgreich war, sieht sich nach einer Schulteroperation auf dem Weg zu alter Stärke. "Ich kann viel besser spielen. Aber es ist okay. Mit jedem Match kommen das Gefühl für die Schläge und meine Physis zurück."

Weitere Ergebnisse

Mit weit mehr Mühe kämpfte sich Andre Agassi in die Runde der letzten Acht. Der an Nummer neun gesetzte Amerikaner stand sogar am Rande einer Niederlage. Dank seiner Routine konnte der 32-Jährige den Argentinier Agustin Calleri mit 7:6 (7:4), 7:5 aber in Schach halten. Gegner im Viertelfinale ist Albert Costa, der das spanische Duell gegen "Namensvetter" Albert Montanes mit 7:6 (7:3), 6:3 gewann.

Ausgeschieden sind dagegen Titelverteidiger Juan Carlos Ferrero aus Spanien, sein letztjähriger Finalgegner Gustavo Kuerten, Australian-Open-Finalist Marat Safin aus Russland und der Australier Lleyton Hewitt. In Berlin hoffen die Tennis-Fans nach dem Aus von Hamburg-Siegerin Kim Clijsters auf ein Finale zwischen Australian-Open-Siegerin Jennifer Capriati und Weltmeisterin Serena Williams.

Martina Müller besaß gegen die Weltranglisten-Achte Justine Henin zwei Chancen zur 4:2-Führung im dritten Satz, verpasste sie aber und gewann danach kein Spiel mehr. "So eine Spielerin packt dann ihre Erfahrung aus und wird immer besser", sagte die 19-Jährige über die gleichaltrige Kontrahentin, versprach jedoch: "Irgendwann gewinne ich so ein Match auch."

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