Tennistunier in Leipzig
Justine Henin-Hardenne verliert gegen Anastasia Myskina

Die Belgierin Justine Henin-Hardenne hat auf ihrem Weg zur Tennis-Weltspitze eine herben Rückschlag hinnehmen müssen. In Leipzig verlor sie das Endspiel des mit 585 000 Dollar dotierten WTA-Turniers gegen die Russin Anastasia Myskina 6:3, 3:6, 3:6.

HB LEIPZIG. Myskina feierte ihren ersten Turniersieg in Leipzig, der mit 93 000 Dollar belohnt wurde. Im vergangenen Jahr hatte die 22-Jährige gegen Serena Williams (USA) das Endspiel verloren.

Lange Zeit sah es nach dem erwarteten Erfolg von Justine Henin- Hardenne aus, die bis zum Leipziger Finale 22 Spiele in Serie ungeschlagen war und in diesem Jahr unter anderem die French Open und US Open gewonnen hat. Zunächst lag Myskina im ersten Satz mit 2:0 in Front, doch danach kam die Favoritin in Fahrt. Mit harten Rückhandschlägen, perfekten Volleystopps und viel Laufarbeit zog sie der Russin den Nerv. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt. Myskina wurde stärker und zwang ihre Gegnerin zu leichten Fehlern. Die Belgierin wurde zusehends nervös und gab zwei Aufschlagspiele ab. Im Finaldurchgang peitschten sich beide Spielerinnen mit langen Grundlinienduellen zu Höchstleistungen, wobei die Russin das bessere Ende für sich hatte und im achten Spiel das entscheidende Break schaffte.

Sportlich war die 14. Auflage des Leipziger Turniers durch die Teilnahme der beiden Weltranglistenersten sowie Martina Navratilova (USA) einmal mehr ein Erfolg, wenngleich nicht unbedingt aus deutscher Sicht. Die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gelangte Anna- Lena Grönefeld aus Nordhorn spielte sich zumindest in die Herzen der nur spärlich in die Arena gepilgerten Fans. Ihr klarer Sieg gegen Barbara Schett (Österreich) und die knappe Dreisatz-Niederlage gegen die Nummer 15 der Welt, Nadja Petrowa (Russland), lassen für die Zukunft hoffen.

Dagegen lief organisatorisch einiges daneben. "Zwei Fernsehverträge waren ein Betriebsunfall, der nicht wieder passiert", sagte Turnierdirektor Ivan Radosevic. Durch die unterschiedlichen Interessen und Sendezeiten von Eurosport und dem MDR-Fernsehen war der Centre Court zur besten Zeit Stunden lang verwaist. Dies sowie zum Teil 10-Stunden-Veranstaltungen, ein übertrieben scharf agierender Sicherheitsdienst und die dürftige gastronomische Betreuung in der Halle sorgten trotz moderater Eintrittspreise für einen deutlichen Zuschauerrückgang.

Trotzdem bewertete Radosevic das Turnier als Erfolg und will weiter an dessen Ausbau arbeiten. Ihm schwebt ein zweiwöchiges Event mit einem 1,2 Millionen-Dollar-Turnier der Frauen und einer mit 600 000 Dollar dotierten Männer-Veranstaltung vor. Im kommenden Jahr wird das Turnier wegen der Olympischen Spiele in Athen um eine Woche verschoben und erst Anfang Oktober ausgetragen.

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