Tennisturnier droht Verlängerung
Halbfinals in Wimbledon abgebrochen

In Wimbledon ließ der Regen einmal mehr eine Entscheidung vertagen. Die beiden Halbfinal-Spiele der Herren mussten abgebrochen werden. Roger Federer steht indes bereits mit einem Bein im Finale.

HB BERLIN. Im verregnetsten Wimbledon-Jahr aller Zeiten standen am Freitag noch nicht einmal die beiden Finalisten im Herren-Wettbewerb fest: Nach stundenlangem Warten und pausenlosem Stop-and-Go-Tennis wurden beide Vorrundenspiele am späten Abend abgebrochen und auf Samstag 13 Uhr deutscher Zeit verschoben. Allerdings stand Tennis-Zauberer und Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz beim Zwischenstand von 6:2, 6:3, 4:3 gegen den Franzosen Sebastien Grosjean dicht vor dem neuerlichen Einzug ins Endspiel.

In der zweiten Partie zwischen Andy Roddick und dem Kroaten Mario Ancic führte der amerikanische Gewaltaufschläger mit 6:4, 4:3. Mit dem unerledigten Halbfinal-Business war auch die Gefahr nicht gebannt, dass die Bosse des All England Club ihren Notfallplan mit der Verlängerung des Turniers bis zum dritten Montag aktivieren müssen.

«Ich wünschte mir, die Aussichten wären besser», sagte Oberschiedsrichter Alan Mills, der bereits in der ersten Woche zwei komplette Spieltage hatte absagen müssen. Zuletzt war das Herren-Finale zwischen Goran Ivanisevic und Patrick Rafter im Jahr 2001 auf den dritten Montag verschoben worden. Für den Samstag mit den nun zu beendenden Herren-Halbfinals und dem Damenendspiel prophezeiten die Meteorologen eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent.

Gerade einmal fünf Spiele konnten Federer und Grosjean bis zur 3:2-Führung des amtierenden Champions bestreiten, ehe um 13.30 Uhr Ortszeit der Himmel wieder einmal in diesen herbstlichen Sommertagen seine Schleusen öffnete. Als beide Spieler sich gegen 15 Uhr gerade zur Fortsetzung auf dem grünen Tennisfeld einspielten, folgte noch vor dem nächsten offiziellen Ballwechsel ein neuer Regenguss.

Erst um 18.15 Uhr, mittlerweile waren diverse Schauer über den Londoner Südwesten hinweg gezogen, nahmen alle vier Halbfinalisten dann erneut oder erstmals die Arbeit auf. Inzwischen war die Partie zwischen US Open-Champion Roddick und «Baby Goran» Ancic auf Court Eins verlegt worden. Doch gerade als Federer sich gegen 19.30 Uhr anschickte, das Match zu beenden, schüttete es aus einem finsterschwarzen Himmel wie aus Kübeln. Gegen 19.55 Uhr sagte das Programmkomitee den Spieltag ab.

In den Doppel- und Mixed-Konkurrenzen, die schon durch die vorausgegangenen Regenturbulenzen schwer in Verzug geraten waren, schien das Nachsitzen für die Tennisprofis beinahe unvermeidlich. Im Mixed-Wettbewerb waren teilweise noch nicht einmal die Achtelfinals zu Ende gespielt.

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