Tennisturnier in Cincinnati
Schüttler wieder im Halbfinale gescheitert

Der Einzug in ein Masters-Finale bleibt für Rainer Schüttler ein Traum. Auch der dritte Anlauf des besten deutschen Tennisprofis brachte keinen Erfolg. Nach genau zwei Stunden musste sich der an Nummer acht gesetzte Bad Homburger am Samstag im Halbfinale von Cincinnati dem Amerikaner Mardy Fish mit 6:7 (4:7), 6:7 (6:8) geschlagen geben.

HB/dpa CINCINNATI. "Mein ganzes Glück habe ich die Woche über offenbar aufgebraucht. Heute hatte ich jedenfalls nur Pech. Ich besaß so viele Break-Chancen, hatte die Chance zum Satzball im ersten und zweiten Satz, doch nichts konnte ich nutzen. So kann man nicht gewinnen", haderte Schüttler nach seinem Ausscheiden bei dem mit 2,45 Mill. Dollar dotierten Turnier mit sich selbst.

Das Endspiel am Sonntag wurde damit zu einer ein amerikanischen Angelegenheit. Fishs Freund und früherer Highschool-Kollege Andy Roddick (7) bezwang im zweiten Semifinale den ungesetzten Weißrussen Max Mirnyi mit 7:6 (7:5), 6:4. Der US-Jungstar, der im Tiebreak schon mit 1:5 zurückgelegen hatte, strebt innerhalb von sieben Tagen seinen zweiten Masters-Triumph an, nachdem er vor Wochenfrist in Montreal erstmals gesiegt hatte. Sollte Roddick wieder gewinnen, würde er auch Wimbledon-Champion Roger Federer (Schweiz/599) als Spitzenreiter im "Champions Race" ablösen. Derzeit liegt er mit 577 Zählern auf Rang zwei. Schüttler bleibt Sechster mit 472 Punkten. Die erstmalige Teilnahme am "Masters Cup", den die besten acht Profis im November in Houston ausspielen, dürfte ihm kaum noch zu nehmen sein.

Eine Woche vor Beginn der US Open blieb Schüttler als schwacher Trost, dass er noch nie so knapp ein Masters-Halbfinale verloren hat. Vor einer Woche in Montreal unterlag der Australian-Open-Finalist dem Argentinier David Nalbandian mit 6:3, 2:6, 2:6. Im März in Indian Wells musste er sich Gustavo Kuerten (Brasilien) mit 2:6, 6:3, 2:6 beugen. "Ich wollte die Negativserie unbedingt beenden. Doch nicht ich, sondern Mardy machte heute die Big Points. Er hat super serviert und gespielt", anerkannte Schüttler als fairer Verlierer.

Der in der Schweiz lebende Hesse, der im Viertelfinale in nur 68 Minuten den Amerikaner Robby Ginepri (USA) mit 6:2, 6:3 vom Platz gefegt hatte, ließ im ersten Satz fünf Breakbälle ungenutzt. Mit dem letzten hätte er den Satz 6:4 für sich entschieden. Stattdessen ging es in den Tiebreak, wo er von 1:6 auf 4:6 verkürzen konnte, ehe er nach 56 Minuten den K.o. kassierte.

Im zweiten Satz verspielte Schüttler das Break zum 5:3 und im Tiebreak den Satzball zum 7:5. Fish indes, der in der Weltrangliste auf Rang 41. liegt und seit dem Auftaktsieg gegen Mark Philippoussis (Australien) 57 Aufschlagspiele in Serie gewann, nutzte den ersten Matchball, um im Masters-Finale debütieren zu können. "Bei mir hat es in dieser Woche klick gemacht", sagte der 21-Jährige.

Während die US-Boys aus Florida ihren Champion ausspielten, saß Schüttler bereits im Flugzeug nach New York. Im "Big Apple" gönnt sich der Schützling von Dirk Hordorff eine einwöchige Turnier- Auszeit, um dann beim am 25. August beginnenden letzten Grad Slam des Jahres "mindestens in die zweite Woche zu kommen". Er brauche dringend ein paar Tage zum Erholen. "Nach den vielen Spielen in den vergangenen Wochen fühle ich mich müde. Außerdem habe ich nach meinem Hexenschuss noch etwas Rückenbeschwerden", sagte Schüttler, der die letzten beiden Duelle mit schmerzstillenden Tabletten spielte.

Nach dem sensationellen Viertelfinal-Aus der neuen Weltrangisten- Ersten Kim Clijsters beim mit 1,325 Mill. Dollar dotierten WTA- Turnier in Toronto stehen sich im Finale ihre Landsfrau Justine Henin-Hardenne (2) und Lina Krasnorutskaja (Russland) gegenüber. Die Belgierin besiegte Elena Dementjewa (Russland/9) mit 6:3, 6:7, 6:2, Krasnorutskaja bezwang Paola Suarez (Argentinien) 6:4, 4:6, 7:5.

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