Terminal ist fertiggestellt
Fraport will Ansprüche weiter geltend machen

Der Flughafenbetreiber Fraport AG will seine Entschädigungsansprüche gegen die Philippinen weiter verfolgen, nachdem der Konzessionsvertrag für Bau und Betrieb eines Terminals am Flughafen von Manila gerichtlich für nichtig erklärt worden ist.

Reuters FRANKFURT/MANILA. Fraport-Chef Wilhelm Bender hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, sollte der Vertrag für nichtig erklärt werden, wäre dies für Fraport gut, weil dann Entschädigungsansprüche leichter durchzusetzen seien. Dagegen wollte ein Sprecher des Unternehmens am Montag keinen Kommentar zu dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Philippinen abgeben.

Fraport teilte am Montag mit, das Unternehmen gehe davon aus, dass die Gesellschafter des Konsortiums Philippine International Air Terminals Co Inc (Piatco), an dem Fraport mit 30 Prozent beteiligt ist, in den nächsten Tagen auf der Basis der Begründung des Urteils weitere Schritte abstimmen werden. Das Terminal in Manila ist bereits fertig gestellt, wurde aber nicht in Betrieb genommen. Fraport gehe davon aus, dass Piatco gegebenenfalls Rechtsmittel gegen die Entscheidung in Manila einlegen und parallel dazu das bereits angestrengte Schiedsverfahren in Singapur weiter verfolgen werde. Fraport selbst werde ihre Ansprüche gegen die Philippinen auf der Grundlage des deutsch-philippinischen Investitionsschutzabkommens weiter verfolgen. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hatte bereits im November den Konzessionsvertrag mit der Begründung für ungültig erklärt, Piatco habe gegen mehrere Bestimmungen verstoßen.

Fraport hatte im März mitgeteilt, das Projekt auf dem Flughafen in Manila vollständig abgeschrieben und dadurch 2002 einen Netto-Verlust ausgewiesen zu haben. Die Dividende für das vergangene Jahr war deshalb ausgefallen. Kredite für das Flughafenprojekt in Manila hatten auch die Weltbank-Tochter International Finance Corp und die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) gewährt.

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