Terminbörse Eurex
Künstliche Verknappung: Deutsche Bank unter Beschuss

Die Deutsche Bank muss sich nach einem Bericht der "Zeit" wegen des Vorwurfs des Marktmissbrauchs vor dem Sanktionsausschuss der Terminbörse Eurex verantworten.

WiWo AP HAMBURG/FRANKFURT. Ein Sprecher der Deutschen Börse sagte, zu autonomen börseninternen Sanktionsverfahren könne die Börse öffentlich nicht Stellung nehmen. Auch ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Die "Zeit" berichtete, der Bank werde vorgeworfen, gegen kaufmännisches Vertrauen verstoßen zu haben. "In einem Aufsehen erregenden Fall hatten die Händler der Deutschen Bank im März 2001 über geschickte Transaktionen am Termin- und Kassamarkt das Angebot an Bundesobligationen künstlich verknappt - zum eigenen Vorteil. Die anderen Banken, die Papiere zur Lieferung an der Eurex dringend benötigten, mussten schließlich hohe Preise an die Deutsche Bank zahlen, deren Gewinn in Marktkreisen auf mindestens 50 Millionen Euro geschätzt wird", so die Zeitung.

Unabhängig von diesem Bericht erläuterte der Börsen-Sprecher, dass die Börse zusammen mit dem Bund und der Finanzagentur das Problem der künstlichen Verknappung "an der Wurzel gepackt und gelöst" habe. Seit Sommer vergangenen Jahres seien "mutwillig herbeigeführte Liquiditätsengpässe" nicht mehr möglich. Der Versuch, sich Vorteile zu verschaffen, werde "ökonomisch bestraft".

Das funktioniere, indem die Finanzagentur bei künstlichen Verknappungen androht, zusätzliche Papiere auf den Markt zu bringen. "Seitdem ist dieses Problem nicht mehr aufgetreten", so der Sprecher.

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