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Terror-Opfer von Djerba erhält kein Schmerzensgeld von der Tui

Ein beim Terroranschlag von Djerba verletzter Junge erhält kein Schmerzensgeld vom Tourismuskonzern Tui AG . Das Landgericht Hannover wies die Klage des heute Sechsjährigen aus Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) am Mittwoch ab. Terroranschläge gehörten seit dem 11.

dpa-afx HANNOVER. Ein beim Terroranschlag von Djerba verletzter Junge erhält kein Schmerzensgeld vom Tourismuskonzern Tui AG . Das Landgericht Hannover wies die Klage des heute Sechsjährigen aus Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) am Mittwoch ab. Terroranschläge gehörten seit dem 11. September 2001 zum allgemeinen Lebensrisiko, sagte die Vorsitzende Richterin. Bei dem Anschlag habe sich das für westliche Touristen bestehende erhöhte Risiko verwirklicht. Der kleine Adrian Esper hatte am 11. April 2002 bei der Explosion vor einer Synagoge schwerste Verbrennungen erlitten. Er forderte 100 000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente, weil die Tui-Tochter 1-2-Fly nicht vor möglichen Gefahren gewarnt habe.

Nach Ansicht der Richterin konnte die Familie Esper jedoch nicht belegen, dass der Reiseveranstalter seine Pflichten verletzt habe. 1 2-Fly - habe nichts von einer angeblich verschärften Sicherheitslage in Tunesien wissen können, meinte sie. Das Auswärtige Amt hatte unmittelbar vor dem Anschlag lediglich vor Kleinkriminalität in Touristenhochburgen gewarnt.

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