Terrorängste belasten Lufthansa-Titel
Dax begrenzt die Verluste

Belastet von Kursverlusten bei den Technologie- und Versorgerwerten hat der Deutsche Aktienindex Dax am Dienstag einen Dämpfer erlitten. Bis Handelsschluss fiel das Börsenbarometer um 0,36 Prozent auf 3206,93 Punkte. Der MDax aus 70 mittelgroßen Werten verlor 0,06 Prozent auf 3104,33 Zähler. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 0,95 Prozent auf 423,73 Punkte nach.

HB/dpa/vwd FRANKFURT. "Angesichts fehlender kursbewegender Unternehmensnachrichten oder Konjunkturdaten laufen wir den schwachen US-Börsen hinterher", sagte Aktienhändler Fidel Helmer vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Die Umsätze seien verhältnismäßig niedrig.

Zu den größten Verlierern gehörten überwiegend Technologiewerte und Versorgertitel. Im Blickpunkt standen aber auch MAN, die sich um 1,2 Prozent auf 12,87 Euro verbilligten. Der Konzern hatte vorbörslich schwache Geschäftszahlen vorgelegt. Der positive Ausblick sollte die Stimmung eigentlich stützen, sagten Händler. Doch belasteten mehrere größere Verkaufsaufträge die Aktie. Auch Eon fielen um 2,1 Prozent auf 44,76 Euro, und RWE verloren 3,1 Prozent auf 29,20 Euro. "Der Sektor ist derzeit nicht im Fokus", sagte ein Händler zur Erklärung. Seit Tagen seien eher Verkäufer aktiv.

Die Verluste im Technologiesektor führten Beobachter vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück. "Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage sollten die Verluste nicht überbewertet werden", erklärte ein Händler. Infineon verbilligten sich um 1,6 Prozent auf 8,91 Euro, und SAP fielen um ein Prozent auf 83,14 Euro. Siemens reduzierten sich um 0,5 Prozent auf 46,53 Euro. Epcos setzten dagegen ihre Erholung der vergangenen Tage fort und gewannen 2,6 Prozent auf 14,17 Euro.

Der Finanzsektor tendierte uneinheitlich. Allianz gaben 0,4 Prozent auf 104,30 Euro ab. Die Ratingagentur Moody's hatte die Ausblicke für die Ratings der Allianz und der Dresdner Bank auf "negativ" von "stabil" gesenkt. Das Urteil beeinflusste den Kurs aber nur kurzzeitig.

Terrorängste belasten Lufthansa-Aktien

Wieder aufkeimende Terrorängste drückten Lufthansa, die sich um 3,2 Prozent auf glatt elf Euro verbilligten. Die versuchte Entführung eines israelischen Flugzeuges am Montag zeige, dass die Gefahr von Anschlägen weiter akut sei, sagte eine Händlerin. Zusammen mit dem steigenden Ölpreis veranlasse dies Investoren, sich aus dieser Branche zurückzuziehen.

Bayer verbilligten sich um 0,2 Prozent auf 23,21 Euro. Nach Angaben von Händlern wurden Gewinne nach dem starken Anstieg mitgenommen. Zudem habe die US-Investmentbank Bear Stearns ihre Gewinnprognosen für Bayer reduziert. Die Analysten hätten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2003 um 69 Prozent gesenkt, heißt es. Die Einstufung laute weiter "Underperform".

Im MDax hatte Stada am Morgen Quartalszahlen veröffentlicht und die Prognosen der Analysten übertroffen. Nach anfänglichen Verlusten drehten die Papiere am Mittag in Plus und gewannen bis zum Handelsschluss 2,7 Prozent auf 37,80 Euro. Wella stiegen ebenfalls im Zuge ihrer über den Schätzungen des Marktes ausgefallenen Geschäftszahlen und verbesserten sich um 4,6 Prozent auf 55,45 Euro. Herabstufungen belasten dagegen die Titel von Karstadt-Quelle, die sich um 3,9 Prozent auf 18,40 Euro verbilligten.

Am Rentenmarkt stieg der Rex um 0,28 Prozent auf 116,08 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,2 Prozent auf 111,76 Punkte. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank mit 4,17 (Montag: 4,22) Prozent ermittelt. Der Euro stieg weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro bei 1,0125 (Montag: 1,0065) US-Dollar höher fest.

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