Terroralarm in Israel - Selbstmordattentäter gefasst
Acht Tote bei neuer Gewalt in Nahost

Der andauernden Gewalt in Israel und den Palästinensergebieten sind am Donnerstag wieder acht Menschen zum Opfer gefallen. Bei gewaltsamen Zwischenfällen starben sechs Palästinenser und zwei israelische Soldaten. Am Abend fassten israelische Polizisten nahe Tulkarem (Westjordanland) zwei Palästinenser mit Sprengstoffgürteln.

HB/dpa JERUSALEM/GAZA. Nach Angaben des zweiten israelischen Fernsehens waren die Mitglieder der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad in einem Auto unterwegs zu einem Selbstmordanschlag in Israel. Die Polizei beendete nach der Festnahme einen zuvor ausgerufenen Terroralarm im Norden Israels.

Bei einem Anschlag auf einen israelischen Militärposten nahe Nablus im Westjordanland waren in der Nacht zwei bewaffnete Palästinenser und zwei israelische Soldaten ums Leben gekommen. Bei Tulkarem erschossen israelische Soldaten später einen unbewaffneten Palästinenser. Nach Darstellung der Armee war er möglicherweise ein Helfershelfer der festgenommenen Selbstmordattentäter.

Im Norden Israels töteten Grenzpolizisten einen Palästinenser, der sich mit einem Messer einer Ausweiskontrolle widersetzt hatte. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um einen geistig Verwirrten. Bei Razzien im Westjordanland nahmen israelischen Soldaten außerdem 20 mutmaßliche militante Palästinenser fest.

In der Stadt Gaza starben bei einem Angriff israelischer Kampfhubschrauber in der Nacht zum Donnerstag zwei palästinensische Krankenpfleger. Nach Angaben eines Krankenhaussprechers wurden die beiden während ihres Nachtdienstes getötet. Sie seien an ihrer weißen Kleidung klar als medizinisches Personal erkennbar gewesen. Nach Darstellung der israelischen Armee hatten Kampfhubschrauber "Warnschüsse" abgefeuert, um die Suche von israelischen Soldaten nach zwei gesuchten militanten Palästinensern zu unterstützen.

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