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Terrorgeld floss durch Deutschland

Wurden die Terroranschläge in den USA vor allem in Deutschland geplant und hauptsächlich über deutsche Konten finanziert? Bisher gibt es dafür noch keine schlüssigen Beweise. Aber es verdichten sich von Tag zu Tag die Hinweise, dass Deutschland auf jeden Fall einer der wichtigsten Rückzugsräume für die islamistischen Gewalttäter war, die über 6000 Menschen auf den Gewissen haben.

Wurden die Terroranschläge in den USA vor allem in Deutschland geplant und hauptsächlich über deutsche Konten finanziert? Bisher gibt es dafür noch keine schlüssigen Beweise. Aber es verdichten sich von Tag zu Tag die Hinweise, dass Deutschland auf jeden Fall einer der wichtigsten Rückzugsräume für die islamistischen Gewalttäter war, die über 6000 Menschen auf den Gewissen haben. Erst rückte Hamburg als Aufenthaltsort von mindestens vier Terroristen ins Blickfeld. Jetzt kommen neue Ermittlungen über mögliche Finanztransfers aus Deutschland hinzu. Bisher haben deutsche Banken nur 13 Konten mit insgesamt 2,7 Millionen Mark eingefroren, die möglicherweise Anhängern Osama bin Ladens gehören. Aber dabei wird es wohl nicht bleiben: Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte heute, dass es wahrscheinlich weitere Kontensperrungen geben wird.

Bisher gibt es in Deutschland noch keine richtige Debatte darüber, warum die islamistischen Terroristen ausgerechnet deutsche Städte zur logistischen Basis ihres Kampfs gegen die Vereinigten Staaten gemacht haben. Auf die Dauer wird sich diese Diskussion jedoch nicht vermeiden lassen. Sie könnte dem Bild Deutschlands in den Vereinigten Staaten und auch den deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen massiv schaden. Denn Fakt ist: Offenbar sind die deutschen Sicherheitsbehörden in der Vergangenheit nicht entschlossen genug gegen die Umtriebe der Islamisten vorgegangen. Natürlich wusste niemand, dass sich in Deutschland sogenannte "Schläfer" auf ihren Einsatz vorbereiteten. Zahlreiche Hinweise auf Aktivitäten der Bin-Laden-Leute gab es aber sehr wohl. Islamistische Scharfmacher konnten bisher in Deutschland ziemlich ungestört zum Terror gegen die USA und Israel aufrufen. Bundesinnenminister Otto Schily muss deshalb in den nächsten Wochen zeigen, dass er nicht nur scharfe Worte gegen den Terror findet, sondern auch Taten sprechen lässt.

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