Terrorismus in Spanien
ETA fordert Säumniszinsen von Erpressungsopfern

Die baskische Untergrundorganisation ETA fordert bei der Schutzgeld-Erpressung von zahlungsunwilligen Geschäftsleuten inzwischen "Verzugszinsen" von fünf Prozent.

dpa MADRID. Das berichtete die spanische Presse am Montag. Wer sich nach der dritten Aufforderung weigere, die so genannte Revolutionssteuer zu zahlen, werde als potenzielles Ziel von Anschlägen auf die "Todesliste" der Organisation gesetzt.

Die ETA habe ihre neue Erpressungskampagne zudem auf Selbstständige wie Ärzte, Anwälte oder Ingenieure sowie auf die Familienangehörigen von Unternehmern ausgeweitet. In den Drohbriefen werden Summen zwischen 30 000 und 60 000 Euro gefordert. Die "Revolutionssteuer" ist die Haupteinnahmequelle der Organisation. Viele Geschäftsleute im Baskenland widersetzen sich zwar der Erpressung. Andere geben aber aus Furcht um ihr Leben oder ihr Unternehmen immer noch nach.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hatten ETA-Terroristen im August 2000 den Präsidenten des Arbeitgeberverbandes der Provinz Guipúzcoa, José María Korta, ermordet.

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