Terroristen wurden abgehört
CIA und FBI sehen großes Terror-Risiko

Den USA liegen geheimdienstliche Erkenntnisse vor, nach denen die Terror-Organisation El Kaida Anschläge in den Vereinigten Staaten und der arabischen Region plant. Es handele sich um die "spezifischsten Berichte, die wir gesehen haben, und sie stimmen mit früheren El-Kaida-Verschwörungen überein", sagte der Chef des Geheimdienstes CIA, George Tenet, am Dienstag vor einem Senatsausschuss in Washington.

HB/dpa WASHINGTON. Die US-Bürger wurden unterdessen aufgerufen, Vorkehrungen für den Fall eines Anschlags zu treffen. Die Regierung riet unter anderem, Vorräte an Lebensmitteln und Wasser für mindestens drei Tage anzulegen.

Tenet bezog sich in seiner Aussage vor dem Geheimdienst-Ausschuss unter anderem auf abgehörte Kommunikation innerhalb des Terrornetzes. "Das ist nicht harmloses Geschwätz von Seiten der Terroristen", fügte der CIA-Direktor hinzu. Auch der Chef des Bundeskriminalamts FBI, Robert Mueller, warnte bei der Anhörung, das Risiko eines Anschlages vor allem mit biologischen oder chemischen Waffen sei groß.

Bereits am Freitag hatte die Regierung die zweithöchste Terror- Alarmstufe ausgerufen: Danach gilt das Risiko eines Anschlages nicht mehr als "erhöht", sondern als "hoch". Vor diesem Hintergrund riefen Vertreter des neu geschaffenen Superministeriums für Heimatschutz die Bevölkerung jetzt dazu auf, sich auf "Fall X" vorzubereiten.

Zu den Ratschlägen gehört auch, vorab ein Zimmer festzulegen, in dem sich die Familienangehörigen im Fall einer Attacke mit chemischen oder biologischen Mitteln versammeln sollen. Dort sollten Klebebänder und schwere Plastikdecken zum Abdichten von Türen und Fenstern bereit gehalten werden. Weiter wird empfohlen, ein Arsenal von Taschenlampen, Scheren, Radios, Büchsenöffnern, Decken und Batterien anzulegen.

Zugleich warnte das Ministerium aber vor einer Überreaktion und riet den Bürgern dazu, ihren normalen Alltagsgeschäften nachzugehen.

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