Tesa soll nicht verkauft werden
Beiersdorf erfüllt eigene Erwartungen

Die Beiersdorf AG hat ihre ehrgeizigen Pläne für 2001 in den ersten fünf Monaten des Jahres erfüllt. Der Umsatz des Chemie- und Kosmetikkonzerns sei in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 % gestiegen, sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Kunisch am Dienstag in Hamburg auf der Hauptversammlung.

ddp.vwd HAMBURG. Genauere Zahlen nannte er nicht. Im ersten Quartal des Jahres hatte der Umsatz um 11,4 % auf rund 1,15 Mrd. Euro (rund 2,25 Mrd. DM) zugelegt. Das bisherige Wachstum 2001 sei von allen Sparten getragen worden und habe alle Regionen umfasst. Wechselkursveränderungen hätten sich nahezu ausgeglichen. Kunisch bestätigte die auf Ertrag und Umsatz bezogenen Erwartungen. Danach soll der Jahresüberschuss von 226 Mill. Euro im Jahr 2000 auf 270 Mill. Euro im laufenden Jahr wachsen. Beim Umsatz werde ein Anstieg von knapp 4,12 Mrd. auf 4,5 Mrd. Euro erwartet.

Die seit April des Jahres als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der Beiersdorf-Gruppe laufende tesa AG solle entgegen anderslautenden Gerüchten "nicht verkauft werden", betonte Kunisch. Das Unternehmen werde in eigenen Strukturen die Wachstums- und Gewinnziele erreichen können. Die tesa AG ist bekannt als Produzent von Klebebändern. Kunisch geht bei tesa von einem Umsatzwachstum zwischen fünf und zehn Prozent aus. Das Professionalgeschäft der medical-Sparte werde pro Jahr rund 490 Mill. Euro umsetzen, sagte der Vorstandsvorsitzende. Es werde mit aggressiven Gewinn- und Umsatzzielen in selbstständigen Einheiten geführt.

Wir sind überzeugt davon, dass wir in Zukunft zweistellig aus eigener Kraft wachsen können und werden", sagte Kunisch. Das, was Beiersdorf am besten könne, werde verfeinert. Die Pflege der Markenartikel sei die Zukunft. Deshalb könne das Wachstum sogar noch beschleunigt werden. Im laufenden Jahr werde Beiersdorf die angestrebte Umsatzrentabilität von sechs Prozent erreichen. Diese Zahl könne in Zukunft noch verbessert werden.

Beiersdorf wurde 1882 in Hamburg gegründet und hat gegenwärtig 17 000 Mitarbeiter weltweit. Der Konzern führt unter anderem die Traditionsmarken Nivea und Labello. Die Beiersdorf-Aktien, ein Schwergewicht im MDax, legten am Dienstag bis 12.45 Uhr um 3,30 Prozent auf exakt 119 Euro zu.

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