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Test: Billig-Sekt schmeckt häufig muffig

Eine Verbrauchersendung testete Sekt aus dem Billig-Segment - das Ergebnis ist niederschmetternd.

afp KÖLN. Billig-Sekte schmecken häufig muffig und sind ihr Geld oft nicht wert. Dies ist das Ergebnis eines Sekt-Tests, den der WDR am Donnerstag veröffentlichte. Untersucht wurden insgesamt zehn Sorten in der Preiskategorie unter 3,50 ? (6,84 DM) sowie zwei Marken zu deutlich höheren Preisen. 60 % der im Blindtest geprüften Sekte erreichten demnach nicht einmal das Prädikat befriedigend. Die Bewertungen reichten demnach von "unangenehm" und "riecht wie Hühnerstall" bis zu "schmeckt wie verbrannte Autoreifen". Positiv hob sich laut WDR die Aldi-Marke "Auerbach" ab, die auch Test-Sieger wurde.

Die Tester, Fachleute aus Gastronomie, Weinbranche und Handel, monierten vor allem die Verwendung alter und minderwertiger Grundweine, die "mit Säure und Zucker aufgepeppt werden". Laut EU-Recht dürfen die Grundweine etwa aus Spanien und Italien in Deutschland zu Sekt weitervergoren werden.

Getestet wurden demnach neben Geruch, Geschmack und Mundgefühl auch die Klarheit und die Kohlensäure-Perlen des Getränks. Ein glattes "mangelhaft" gab es im Test für die italienische Marke "Massimo Spumante" und den prämierten Beeren-Perlwein "Graf Artos". Selbst der unter die Testflaschen gemischte Champagner "Vauve Monsigny" für 19,98 DM (10,21 ?) kam dem Bericht zufolge lediglich auf Rang sechs. Trotz des teilweise schlechten Geschmacks geht von den Sekten aber keinerlei Gesundheitsgefahr aus: Alle Sekte waren demnach in der chemischen Analyse einwandfrei.

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