Test positiv
Neuer BSE-Verdachtsfall in Bayern

In Bayern gibt es einen neuen Verdachtsfall auf die Rinderseuche BSE. Das bayersiche Verbraucherschutzministerium teilte am Dienstagabend in München mit, ein im Februar 1996 geborenes Rind aus Oberbayern sei positiv auf BSE getestet worden.

Reuters BERLIN. Die Kuh war den Angaben zufolge am Montag auf Grund von Krankheitssymptomen getötet worden. Endgültige Gewissheit werde ein Test durch die Bundesforschungsanstalt gegen die Viruskrankheiten der Tiere bringen. Mit dem Ergebnis sei in wenigen Tagen zu rechnen. Der betroffene Betrieb sei unverzüglich gesperrt worden. Von den bisher 29 bestätigten deutschen BSE-Fällen stammen neun aus dem Freistaat.

Als Konsequenz aus der BSE-Krise will EU-Agrarkommissar Franz Fischler unter anderem das Schlachtprogramm für Rinder fortsetzen. Seine Vorschläge wurden am Dienstag sowohl von Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast als auch vom Deutschen Bauernverband (DBV) abgelehnt. Künast sagte dem Fernsehsender n-tv, sie sehe zurzeit überhaupt keine Notwendigkeit, weitere 1,2 Mill. Rinder aufkaufen und töten zu lassen. Sie habe sich erst nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, in Deutschland 400 000 Tiere keulen zu lassen. "Niemand soll sich in dem Gefühl wiegen, dass ich so etwas ein zweites Mal mache", sagte die Grünen-Politikerin.

Der DBV bezeichnete Fischlers Pläne als untauglichen Versuch, Haushaltssanierung, Markbereinigung und Steuerung der Agrarproduktion gleichzeitig anzugehen. Die Europäische Union (EU) sollte stattdessen Maßnahmen zur Rückgewinnung des Verbrauchervertrauens und zur Belebung des Rindfleischkonsums nachhaltig unterstützen.

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