Testfahrt-Verbot
Ecclestone: Zum Sparen gezwungen

"Wenn wir die Tabaksponsoren in der Formel 1 verlieren, wird das eine Zäsur geben. Die Leute malen sich noch nicht einmal aus, wie schlimm das wird", erklärt der Formel-1-Chef. Um die Kosten für die Teams etwas geringer zu halten, denkt er sogar über ein Verbot von Testfahrten nach.

HB HAMBURG. Die aktuelle Entwicklung in der Formel 1 bereitet Bernie Ecclestone einiges Kopfzerbrechen. Eine Woche vor dem ersten Saison-Rennen am Sonntag in Melbourne fordert er die Königsklasse zum Sparen auf: "Wir müssen an der Kostenschraube drehen. Wir müssen einen Weg finden, der die Wahnsinnssummen, die die Topteams investieren, unnötig macht", stellte der 73 Jahre alte Brite fest.

Der Formel-1-Chef machte in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen ersten konkreten Vorschlag: "Vielleicht sollte man Testfahrten verbieten. Das würde sicher sehr viel Geld sparen." Im Hinterkopf hat Ecclestone die aktuelle Diskussion mit den Tabaksponsoren: "Wenn wir die Tabaksponsoren in der Formel 1 verlieren, wird das eine Zäsur geben. Die Leute malen sich noch nicht einmal aus, wie schlimm das wird. Dieses Geld ist nicht zu ersetzen. Nicht einmal für Ferrari."

Geschätzte 120 Mill. Euro pro Jahr erhält das Team des sechsmaligen Weltmeisters Michael Schumacher von einem Tabakkonzern. Nach dem Verlust dieser Werbegelder müsse Ferrari gegen Werke antreten, die vom Wegfall der Tabakmillionen nicht betroffen seien. "Dann sperren sie einen ihrer Windkanäle oder eine ihrer Teststrecken zu und fahren auf dem Niveau von BAR. Und dann mag es im Ferrari - Vorstand Leute geben, die lieber aussteigen als verlieren wollen", stellte Ecclestone fest.

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