Testländerspiel
Länderspiel-Comeback für Wörns und Rehmer

Sie waren die Pechvögel im silbernen WM-Jahr - nun kehren Christian Wörns und Marko Rehmer mit neuen Hoffnungen zurück.

HB/dpa SARAJEVO. Jeweils nur ein Länderspiel bestritten die beiden Defensivkräfte in diesem Jahr: Wörns vor acht Monaten gegen Israel, Rehmer über 45 Minuten im WM-Achtelfinale gegen gegen Paraguay. Ansonsten gab es Absagen, Verletzungen "und immer wieder Rückschläge", so der Dortmunder Wörns. Er konnte sich nicht einmal mehr an sein letztes Spiel in der DFB-Auswahl erinnern, vermutete seinen letzten Auftritt beim torlosen Remis im Vorjahr gegen Finnland.

Bereits 24 Stunden vor dem Anpfiff kündigte Teamchef Rudi Völler das Comeback der "WM-Geschädigten" im Testspiel am Freitag gegen Gastgeber Bosnien-Herzegowina an. "Das sind ja alte Hasen. Die brennen natürlich, wollen es wieder beweisen", sagte Völler.

Die aus deutscher Sicht sensationelle Weltmeisterschaft in Asien erlebte Wörns nur aus der Fernseh-Perspektive. Alles abgehakt, nun will der 30-Jährige im Adler-Trikot nochmals angreifen: "Ich bin gut drauf nach der Verletzung." Völler sicherte dem Ex-Leverkusener nicht nur einen Platz in der Anfangself gegen Bosnien-Herzegowina zu, sondern "höchstwahrscheinlich" auch für das EM-Qualifikationsspiel am kommenden Mittwoch gegen die Färöer-Inseln.

Das wiederum ist gar nicht selbstverständlich. Zehn Jahre spielt Wörns bereits für Deutschland, doch mehr als 39 Länderspiele - durchschnittlich vier pro Saison - schaffte er nicht. In den letzten drei Jahren streifte er ganze sieben Mal das DFB-Trikot über. Spekulationen über die Schwere der Verletzungen und Absage-Gründe gab es bei Wörns wie bei Rehmer reichlich. Doch Völler ließ keine Zweifel zu: "Die Verletzung war schwieriger, als viele dachten", kommentierte er die jüngste Knie-Operation von Wörns vor der Weltmeisterschaft.

Leidensgenosse Rehmer hat die WM zwar in Asien miterlebt, aber praktisch nur als Rekonvaleszent. "Es ist schön für mich, dass ich wieder so fit bin, dass ich spielen kann", stellt der Berliner deshalb einen anderen Aspekt in den Vordergrund. Zwar blieb das Verletzungspech Rehmer auch bis hinein in die neue Saison erhalten, doch die Rückkehr in Rudis Nest sieht der Defensiv-Spezialist auch als "Lohn für die Qual" der letzten Monate.

Bei Hertha konnte der schnelle Verteidiger nur selten voll trainieren, was seinen Clubtrainer auf den Plan rief. "Vielleicht hätte er lieber die zwei Wochen in Berlin trainiert", zeigte sich Huub Stevens von der Nominierung gar nicht angetan. Hundertprozentig fit sei der 30-Jährige noch nicht, so der Niederländer. "Ich habe jetzt sechs Spiele durchgespielt, also bin ich fit", erwiderte Rehmer. Die Aussicht auf sein auch erst 29. Länderspiel wollte er sich nicht nehmen lassen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%