Testpflicht für Rinder
EU-Kommission: Keine Maßnahmen gegen Frankreich wegen BSE

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission plant anders als vom deutschen Bundesland Niedersachsen gefordert keine besonderen Maßnahmen wegen des Rinderwahnsinns in Frankreich. Zwar sei in den vergangenen acht Wochen eine deutliche Häufung der BSE-Fälle in französischen Herden aufgetreten, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel am Montag. Bezogen auf die Gesamtzahl der Rinder im Alter von über zwei Jahren seien diese Fälle jedoch nach wie vor selten.

Bei rund elf Mill. Tieren errechne sich für Frankreich eine BSE-Häufigkeit von acht Fällen auf eine Million Rinder, sagte der Sprecher. In Großbritannien liege diese Zahl bei 510 Fällen und in Portugal bei 200 Fällen pro einer Million Rinder. In beiden Ländern gälten weiterhin strenge Auflagen für den Rindfleisch-Export, aber kein generelles Ausfuhrverbot. In Irland wurden den Angaben zufolge in diesem Jahr 38 BSE-Fälle pro einer Million Rinder ermittelt.

Nach Ansicht von Fachleuten sollten besondere Maßnahmen bei mehr als 100 Fällen pro einer Million Tiere ergriffen werden, sagte der Sprecher. Davon sei Frankreich weit entfernt. Die Franzosen hätten zudem kürzlich eine Testpflicht für alle Rinder eingeführt, die aus ungeklärten Gründen verenden. Dies könne die gewachsene Zahl der BSE- Fälle erklären: "Je mehr man testet, desto mehr wird man finden", sagte der Sprecher.

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