Teuerungsrate rückläufig
Müller: Keine Wirtschaftskrise zu erwarten

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) sieht nach den Anschlägen in den USA nicht die Gefahr einer Wirtschaftskrise und hat an die Wirtschaft appelliert, gerade jetzt Zuversicht zu demonstrieren.

Reuters BERLIN. Müller sagte am Donnerstag im Bundestag laut vorab verbreiteten Redetext: "Eine Wirtschaftskrise ist nicht zu befürchten." Die generellen gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten seien weiter nicht ungünstig. Ob die künftigen Wachstumsraten aber größer oder kleiner seien, hänge entscheidend davon ab, "welche Stimmung in diesem Land verbreitet wird".

Zu den günstigen Faktoren zähle auch, dass die deutsche Inflationsrate, die Mitte des Jahres auf deutlich über 3 % angestiegen war, bis Dezember wieder eine Eins vor dem Komma haben werde, sagte Müller. Im September ist die Teuerungsrate nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes auf 2,1 % zurückgegangen.

"Die Zukunft unserer Volkswirtschaft hängt entscheidend auch davon ab, wie wir über sie reden", warnte Müller. Pessimismus und Zukunftsangst dürften nach den Anschlägen nicht die Oberhand gewinnen.

Die Ölkonzerne forderte Müller indirekt dazu auf, ihre Kostenvorteile aus den zuletzt geringeren Rohölpreisen an die Verbraucher weiterzugeben. "Die Energiepreise sind gegenüber den Rekordpreisen des Frühjahres gesunken und ich erwarte, dass die heutigen sehr gesunkenen Rohölkosten an die Verbraucher weitergegeben werden", sagte Müller laut Text.

Der Ölpreis war am Mittwoch bis auf 20,70 Dollar je Barrel (je 159 Liter) gesunken, den niedrigsten Stand seit 1999. Am Donnerstagvormittag wurden wieder Preise um 23 Dollar genannt. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wird nach Angaben von Delegierten auf ihrer derzeitigen Tagung in Wien die Fördermengen trotz des Preisrückgangs unverändert lassen.

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