Teufel bei Geldmarktfonds steckt im Detail
Große Gebührenunterschiede

Die Anleger sind bei Geldmarktfonds mit unterschiedlich hohen Gebühren konfrontiert. Nicht nur die jährlichen Managementgebühren differieren sehr stark. Hier und da kommen erfolgsabhängige Gebühren dazu. Zusätzlich werden manchmal Ausgabeaufschläge erhoben, die dann in der Regel bei einem Prozent liegen.

ina FRANKFURT/M. Gerade mit Blick auf die Gebühren können gängige Performanceübersichten verwirren. Häufig richten Anbieter manche ihrer Geldmarktfonds auf institutionelle Kunden, andere auf Privatanleger aus. Die Produkte der ersten Gruppe sind mit nur geringen Managementgebühren ausgestattet, können demnach - theoretisch - höhere Wertentwicklung erzielen.

Gutes Beispiel dafür sind die Geldmarktfonds des Marktführers DWS, der 30 % der gesamten Geldmarktfondsgelder verwaltet und mit vielen Produkten weit oben in den Performancelisten, die grundsätzlich die Fondswertentwicklungen nach Gebühren (aber ohne Berücksichtigung von Ausgabeaufschlägen) ausweisen, zu finden ist. Der DB Euro Liquidity Plus ist bei einer Managementgebühr von 0,50 % p.a. und einem Anteilpreis von rund 10 000 auch für vergleichsweise geringe Einstiegssummen offen. Im Vergleich dazu werden für den DB Funds Money Plus nur geringe 0,15 % verlangt. Angesichts eines Mindestanlagebetrages von 500 000 handelt es sich aber um ein Produkt, das nur Großanlegern offen steht.

Zur fixen jährlichen Managementgebühr kommen teilweise erfolgsabhängige Gebühren, die fällig werden, wenn der Fondsertrag einen bestimmten Geldmarktsatz überschreitet. Das ist beispielsweise beim erwähnten DB Euro Liquity Plus der Fall. Hier muss der Anleger außerdem einen Ausgabeaufschlag von 1 % einkalkulieren.

Trotz aller Fragen, die sich beim Gebührenvergleich stellen, ist der Anleger nach Ansicht vieler Experten mit Geldmarktfonds oft besser aufgehoben als mit separaten Festgeldkonten bei einer Bank. Der Grund: Ein Fonds ist sehr liquide, der Anleger kann die Anteile bei Bedarf schnell zurückgeben. Bei Festgeldkonten ist er dagegen an die gewählte Laufzeit, in der Regel ein oder drei Monate, gebunden.

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