Teures Pflaster Schweiz
Deutsche IT-Manager verdienen erstmals weniger

Deutsche IT-Manager müssen sich erstmals mit rückläufigen Gehältern anfreunden. Dies sei auf die starken Turbulenzen in der Informationstechnologie (IT)-Branche zurückzuführen, ergab eine von der Kienbaum Management Consultants GmbH in Gummersbach am Montag vorgelegte Studie "Information Technology Executives and Specialists in Europe 2001". Danach sind die deutschen IT-Gehälter im Europavergleich aber nach wie vor hoch. IT-Manager und-Fachkräfte würden weiter gut bezahlt, die Gehälter der Fachkräfte stagnierten jedoch, heißt es.

ddp GUMMERSBACH. Ein deutscher IT-Direktor verdient den Angaben zufolge durchschnittlich 117 000 ? (knapp 230 000 DM) im Jahr. Ein Leiter Systementwicklung 2001 mit 86 000 ? Gesamtgehalt aber rund 8 000 ? weniger als noch vor einem Jahr. Ein Grund dafür sei der hohe Anteil variabler Gehaltskomponenten, die im Zuge sinkender Umsätze, Firmenpleiten und Börsenbaisse nicht zur Auszahlung kamen, ergab die Kienbaum-Studie. Zugleich werden auch Programmierer in der Bundesrepublik mit durchschnittlich 45 000 ? Jahresgehalt am besten bezahlt.

Die europaweit höchsten Gehälter gibt es allerdings in der Schweiz. Dort verdient ein IT-Direktor 125 000 ? im Jahr. Sein Kollege in Spanien bringt es "nur" auf Gesamtbezüge von 79 000 ?. Bei der Programmierern liegt Italien mit einem Durchschnittsverdienst von 23 000 ? am Ende der Gehaltstabelle.

"Ein Ende des Bedarfs an qualifizierten Fach- und Führungskräften in der IT-Branche ist europaweit aber mittelfristig nicht abzusehen – Spitzenkräfte werden weiterhin stark gefragt sein", betont der Projektleiter der Studie, Giuseppe Costa. Der Trend gehe allerdings auch in Europa in den vergangenen Jahren zu einer variablen Vergütung. Dazu gehörten auch Stock-Options. In Deutschland erhielten in diesem Jahr 71 % der Führungskräfte und 59 % der Fachkräfte einen Teil ihres Gehalts in solchen Aktienoptionen ausbezahlt. Allerdings seien die Arbeitnehmer im Zuge der Krise in der New Economy vorsichtig geworden, sagte Costa. Bei der Untersuchung wurden Daten von 29 370 Positionen in zehn europäischen Ländern erfasst.

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