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Texas Instruments: Investoren drücken Auge zu

Der Hersteller von Analog- und DSP Chips konnte im ersten Quartal ein Netto-Ergebnis von 230 Millionen Dollar erzielen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Überschuss damit fast halbiert. Vor ausserordentlichen Posten lag der Ertrag jedoch bei 317 Millionen Dollar und konnte die Schätzungen der Analysten damit schlagen. Mit einem Ertrag pro Aktie von 18 Cents, wurden die durchschnittlichen Schätzungen um zwei Cents übertroffen. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,53 Milliarden Dollar. Joe Osha von Merrill Lynch peilte lediglich einen Umsatz in Höhe von 2,44 Milliarden Dollar an.

Der Analyst dürfte mit dem abgelaufenen Quartal von Texas Instruments zufrieden sein. Im Vorfeld der Quartalsmeldung wies Osha darauf hin, dass aufgrund der schwachen Nachfrage im Umfeld der Analogchips, die Erwartungen verfehlt werden könnten. Dass Texas Instruments noch einige Hürden zu nehmen hat, unterstrich das Management in einer anschließenden Telefonkonferenz deutlich. So warnte die Geschäftsführung, dass der Umsatz im angebrochenen Quartal rund 20 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals liegen werde.

Laut Finanzvorstand William Aylesworth sei selbst ein Umsatzrückgang von 20 Prozent in dem schwachen Marktumfeld eine Herausforderung für das Unternehmen. Niemals zuvor habe die Chipbranche eine derart schnelle und brutale Abkühlungsphase durchlaufen. "Was die Nachfrage von PC-Herstellern betrifft, startete das erste Quartal schwach und endete auch schwach", so Aylesworth weiter. Wie auch bei Intel, sind die Gewinnmargen des Unternehmens unter Druck geraten. "Im zweiten Quartal werden die Margen im operativen Bereich lediglich ausgeglichen ausfallen", erwartet Aylesworth.

Um hohe Lagerbestände in einem Umfeld schwacher Nachfrage abzubauen, müssen die Preise runter. Ein Faktor, der sich auf die Margen belastet auswirkt. Im Gegensatz zu dem Intel Management, sieht man bei Texas Instruments noch keine Stabilisierung des Umfelds. Die Auftragseingänge während des ersten Quartals verliefen ausgesprochen schleppend, vor allem was das US-Geschäft betrifft.

Der US-Auftragsbestand lag 32 Prozent unter dem Niveau des vierten Quartals. In Anbetracht der weiterhin unsicheren Lage, plant das Management 2.500 Arbeitsstellen oder sechs Prozent der Belegschaft abzubauen. Durch diese Maßnahmen hofft Texas Instruments jährlich 400 Millionen Dollar einzusparen. Auch wenn die Aktie im nachbörslichen Handel rund 8 Prozent freundlicher tendierte, zeigt sich der Analyst Dan Niles von Lehman Brothers unzufrieden: "Die Lage sieht ziemlich hässlich aus!"

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