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Texas Instruments senkt Prognosen

Der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone, Texas Instruments, rechnet wegen des schwachen Geschäfts in Asiens in Folge von Sars im laufenden Quartal mit einem geringeren Gewinn und Umsatz.

Reuters SAN FRANCISCO. Die Aktien des Unternehmens reagierten nachbörslich mit Abschlägen von rund fünf Prozent und sanken auf 19,35 Dollar. Angesichts der schwachen Chip-Nachfrage vor allem in Asien werde der Umsatz im laufenden zweiten Quartal um lediglich fünf Prozent im Vergleich zu den 2,19 Milliarden Dollar im ersten Quartal wachsen, teilte das in Dallas ansässige Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Bisher war Texas Instruments von einem Umsatzplus von sieben Prozent zum Vorquartal ausgegangen. Der Gewinn je Aktie werde bei sechs Cent statt der zuvor erwarteten acht Cent liegen.

Zuvor hatten bereits die beiden weltweit führenden Hersteller von Mobilfunktelefonen, der finnische Nokia-Konzern und sein US-Konkurrent Motorola, die Geschäftserwartungen für das laufende zweite Quartal gedämpft und dies vor allem mit Einbußen in Asien in Folge der Lungenkrankheit Sars begründet.

Texas-Instruments-Chef Tom Engibous, sagte, die Lagerbestände an Chips für Mobiltelefone in den asiatischen Märkten, vor allem in China, wären normalerweise problemlos abgebaut worden. Der Abbau sei aber in Folge der Verbreitung von Sars zum Erliegen gekommen, da sich die Nachfrage in diesen Märkten wegen der Krankheit abgeschwächt habe. Dieser Effekt sollte aber Engibous zufolge verschwinden, wenn die Probleme um die Lungenkrankheit gelöst seien. In anderen Märkten sei die Nachfrage weiterhin robust.

Für Analyst Quinn Bolton von der Investment Bank Fahnestock & Co. kam die Senkung der Prognosen bei Texas Instruments nicht überraschend. "Texas Instruments bekommt dieselben Faktoren zu spüren", sagte er mit Verweis auf Motorola und Nokia. Von einem Aufbau von Lagerbeständen in Asien sei schon vor einigen Monaten die Rede gewesen, fügte er hinzu.

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