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Thales forciert Pläne für Schiffbaukonzern - Europaweiter VerbundDPA-Datum: 2004-07-08 11:06:49

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Chef von Frankreichs größtem Rüstungskonzern Thales < PHO.PSE > < CSF.FSE > forciert bei der Bildung eines europaweiten Kriegsschiffkonglomerats das Tempo.

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Chef von Frankreichs größtem Rüstungskonzern Thales < PHO.PSE > < CSF.FSE > forciert bei der Bildung eines europaweiten Kriegsschiffkonglomerats das Tempo.

Der Konzernchef Denis Ranque peilt im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) einen Zeitraum von drei Jahren für die Bildung eines neuen Konzerns nach dem Vorbild des zur EADS < PEAD.PSE > < EAD.FSE > gehörenden Flugzeugherstellers Airbus an. "Drei Jahre erscheinen lang, aber wir müssen jetzt starten, weil es in jedem Land noch viele Hausaufgaben zu erledigen gibt", sagte Ranque.

RÜSTUNGSFUSION IN DEUTSCHLAND IST 1. SCHRITT

Als ersten Schritt sieht Ranque die jüngste Rüstungsfusion in Deutschland. "Wir begrüßen daher sehr den angekündigten Zusammenschluss der deutschen Werften HDW und ThyssenKrupp < TKA.ETR > als Teil der Restrukturierung in Deutschland." Über die Aktionärsstruktur eines künftigen europäischen Marinekonzerns wolle er nicht spekulieren.

Ranque strebt mit der Entwicklung hin zum Generalunternehmen eine gesteigerte Wertschöpfung an. Zukünftig wolle Thales für alle Rüstungssegmente Marine, Heer und Luftwaffe als Generalunternehmer auftreten. Im Hinblick auf einen möglichen Kauf der britischen BAE-Werften sagte er: "Wir erwarten zunächst Klarheit von BAE Systems < BA..ISE > < BSP.FSE > , ob sie sich vom Werftgeschäft trennen wollen". Sollte dies der Fall sein, werde Thales die Lage prüfen. Eine Fusion von Thales und BAE Systems sei aber kein Thema.

Eine engere Kooperation mit deutschen Konzernen wie Kraus-Maffei Wegmann oder Rheinmetall DeTec < RHM3.ETR > sieht Thales nach den Worten des Konzernchefs positiv. Ein Einstieg beim Panzerbauer Krauss Wegmann-Maffei sei jedoch nicht geplant. Derzeit erzielt Thales rund 600 Millionen Euro in Deutschland, davon rund die Hälfte im Rüstungssektor. Ziel ist es Ranque zufolge, diesen Umsatz zu verdoppeln.

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