The Week Ahead
Erst droht ein Streik – dann kommt der Handel

Die Wall Street droht in der kommenden Woche ein ungewöhnliches Problem. Banker und Händler müssen sich nicht nur mit Unternehmensgewinnen und Konjunkturdaten auseinandersetzen, sondern zunächst einmal mit dem Verkehr: Denn die New Yorker Busse und U-Bahn drohen zu streiken und damit haben Hunderttausende von Angestellten Probleme, überhaupt in den Financial District zu gelangen.

NEW YORK. Zahlreiche Firmen sehen sich vorab für einen Streik allerdings gerüstet. Viele Banken stellen ihren Angestellten eigene Busse zur Verfügung, bauen ein Shuttlenetz durch ganz New York, die Vororte und bis ins nahe Umland auf. Andere nutzen Außenstellen, deren Infrastruktur bereits nach den Terror-Attacken des 11. September aufgerüstet und modernisiert worden war.

Zu Verspätungen dürfte es im Falle eines Streiks am Montag dennoch kommen, der Handel auf dem New Yorker Parkett dürfte allerdings gesichert sein. Am Montag dürfte er zudem ruhig verlaufen, da außer der mittlerweile nur noch für wenige Investoren interessanten Supermarktkette Kmart kein maßgebliches Unternehmen meldet und auch keine marktbewegenden Wirtschaftsdaten anstehen.

Dafür wartet die Börse zur Wochenmitte auf eine Menge von Zahlen. Am Dienstag melden die Elektro-Ketten Best Buy und Circuit City Quartalsergebnisse zu einem längst vergangenen Vierteljahr, allerdings dürften sie sich auch zum laufenden Weihnachtsgeschäft äußern, in dem sie einen wichtigen Sektor darstellen. Am Mittwoch und Donnerstag melden sich dann mit Bear Stearns, Goldman Sachs, Lehman Brothers und Morgan Stanley eine Vielzahl von Brokerhäusern zu ihren Ergebnissen.

Zu den weiteren Unternehmen, die in der kommenden Woche ihre Bücher öffnen, gehören der Chipriese Micron, der Software-Experte Oracle und aus dem weiteren Hightech-Umfeld Palm, Riverstone Networks, Red Hat und Manugistics. Darüber hinaus gibt es Zahlen von Darden Restaurant, Pier 1 Imports, General Mills, FAO Schwarz, FedEx, Nike und Smith & Wesson.

Von der konjunkturellen Front werden Anleger über Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, über das Realeinkommen der Amerikaner, über den Fortschritt im Baugewerbe, über Konsumentenpreise, den Arbeitsmarkt und - zusammenfassend - über den Index der Führenden Indikatoren informiert, wobei letzterer als ein rück-gewandter und zusammenfassender Index eher eine Kennzahl aber keine Richtung gibt.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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