The Week Ahead
US-Börsenvorschau: Kurze Woche vor Thanksgiving

Die Wall Street startet am Montag in eine kurze Woche. Wirklich gehandelt wird nur an den ersten drei Tagen, dann ist am Donnerstag Thanksgiving, gefolgt von einem halben Handelstag am Freitag, an dem mit einem nur geringen Volumen zu rechnen ist.

Die amerikanischen Unternehmen haben für die nächsten Tage entsprechend keine wichtigen Termine angesetzt. Lediglich am Dienstag melden eine Handvoll Firmen Quartalsergebnisse, allerdings dürften die Gewinne und Verluste vom Steuerberater H&R Block und von Comverse Technologies den Markt nicht weiter bewegen.

Allerdings ist es durchaus im Bereich des Vorstellbaren, dass einige Unternehmen zur Wochenmitte mit Warnungen und anderen schlechten Nachrichten kommen, denn diese wären vor allem am Mittwoch geschickt platziert. Wer am Mittwochabend eine Gewinnwarnung ausgibt oder Entlassungen in großem Stil, der könnte darauf setzen, dass Anleger über dem traditionellen Truthahn die ein oder andere Zahl vergessen. Am Freitag hat die Mehrheit der Banker und Broker dann ohnehin frei und bei Muttern auf dem Land wird der Anleger wohl kaum sein Portfolio umschichten wollen. Bis dann am Montag der Folgewoche der Handel wieder beginnt ist auch über die schlimmste Nachricht wieder Gras gewachsen - die Wall Street hat ein Gedächtnis, aber ein schlechtes.

Wenn schon von Unternehmensseite in den nächsten Tagen wenig zu erwarten ist, so kommt doch von der konjunkturellen Front eine Datenflut, die es zu verarbeiten gilt. Am Dienstag wird es neue Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt geben. Außerdem wird über das Verbrauchervertrauen im November aufgeklärt, für das der Markt eine weitere Erholung erwartet. Am Mittwoch nimmt die University of Michigan Stellung zum selben Thema, während es aus Washington Zahlen zu den Bestellungen langlebiger Güter und zu Durchschnittseinkommen und-Ausgaben der Amerikaner gibt. Aus Chicago wird der Einkaufsmanagerindex gemeldet, und die Fed legt ihr "Beige Book" vor, in dem die Notenbankchefs der einzelnen Regionalvertretungen ihre Gedanken zur konjunkturellen Lage Amerikas festhalten.

Dank des höchsten Feiertages - in Amerika steht Thanksgiving auf einer Stufe mit Weihnachten - dürfte die nächste Woche für die Trader auf dem Parkett der New York Stock Exchange eine ruhige werden. Für Millionen einst fröhlich gurrender Truthähne wird es eine tragische - es heißt Abschied nehmen. Das Federvieh wird gestopft und gebraten und stellt den Höhepunkt eines jeden amerikanischen Festtags-Dinners dar.

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