The Week Ahead
USA: Wochenhöhepunkt mit Cisco-Zahlen

Nach einem anfänglichen Aufschwung zu Beginn der Woche, gehen die US-Leitindizes zum Wochenschluss nahezu unverändert aus dem Handel. Vor allem die Wirtschaftsdaten ab Mitte der Woche nahmen dem Dow Jones den Schwung. In der neuen Woche stehen Unternehmensdaten im Mittelpunkt.

wsc NEW YORK. Nachdem in der abgelaufenen Woche die Volkswirte das Zepter in die Hand nahmen, geht die Rezessionsangst an der Wall Street um. Im Juli ist das Vertrauen der Amerikaner deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben - der niedrigste Stand seit dem Enron-Tief im Februar. Am Mittwoch lähmten die Daten der Wirtschaftsaktivität in der Region Chicago und das BIP für das zweite Quartal die Marktteilnehmer. Immerhin notiert der Index noch im expansiven Bereich. Das Bruttoinlandsprodukt der USA legte im Berichtszeitraum lediglich um 1,1 % zu. Analysten rechneten mit einem Wachstum von 2,1 %. Zum Abschluss der Woche sorgten die Arbeitsmarktdaten für Unruhe am Parkett. Nun macht das Wort vom Double Dip die Runde. Eine zweite Rezession scheint nicht mehr unmöglich.

Den schwarzen Peter in puncto Bilanzierungsskandale bekam in der abgelaufenen Woche der Telekomkonzern Qwest Communications zugeschoben. Das Management schockte den Markt mit der Meldung, dass die Jahresabschlüsse für die vergangenen drei Jahre korrigiert werden müssen. In der anstehenden Woche können die Aktionäre auf die Quartalszahlen des Unternehmens aus Denver, Colorado, gespannt sein.

Da kommt eine Initiative der Gesetzgeber gerade recht. Der Senat und der Kongress haben sich auf einen Reformplan zur härteren und strafferen Überwachung von Corporate America geeinigt. Am Mittwoch unterzeichnete Präsident George W. Bush das Gesetz. Sündern droht ab jetzt eine Höchststrafe von 25 Jahren Gefängnis, sollten Betrügerein im Unternehmen festgestellt werden. Ab dem 12. August müssen CEOs mit ihrer Unterschrift unter der Bilanz persönlich für die Richtigkeit garantieren.

In der neuen Woche werden die Unternehmenszahlen für Aufmerksamkeit sorgen. Gleich am Montag offenbaren der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble und der Versicherer Metlife ihre Ergebnisse des abgelaufenen Quartals. Am Dienstag wird ein Vertreter der angeschlagenen Finanzbranche, Prudential Financial, die Zahlen melden. Auf der Technologieseite werden die Cisco-Zahlen Thema Nummer eins sein. Bereits in dieser Woche sorgten wilde Gerüchte für Turbulenzen. Zur Wochenmitte könnte KPMG Consulting interessante Details zum abgelaufenen Quartal geben. Die Branche der Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer ist mit ihren fragwürdigen Bilanzierungshinweisen ins Rampenlicht gerückt. Zum Wochenschluss werden einige Prominente Vertreter der New Yorker Börse melden: das Energieunternehmen El Paso, der Netzwerkspeicherspezialist Emulex und Warren Buffetts Berkshire Hathaway. An der Nasdaq wird am Freitag der Gesundheitsanbieter im Internet WebMD seine Zahlen vorlegen.

Im Gegensatz zur vergangenen Woche werden die Ökonomen nicht das Geschehen am Parkett bestimmen. Zum Glück, werden sich einige Investoren nach den schwachen Ergebnissen denken. Lediglich der ISM Dienstleistungsindex für Juli am Montag, sowie die Entwicklung der Großhandelslager (Juni) am Mittwoch und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag können für Druck sorgen. Am Freitag erwarten die Analysten einen Rückgang der Produktivität im zweiten Quartal auf 2,4 % von zuvor 8,4 %. Kein gutes Zeichen für die Gewinne bei den Unternehmen in Corporate America.

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