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Theune-Meyer bald nicht mehr Bundestrainerin?

Bundestrainerin Tina Theune-Meyer hat vor dem Länderspiel in Berlin, in dem die deutschen Fußball-Frauen nach der Absage Ghanas auf die Niederlande treffen, ihre Zukunft beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frage gestellt.

dpa BERLIN. Bundestrainerin Tina Theune-Meyer hat vor dem Länderspiel in Berlin, in dem die deutschen Fußball-Frauen nach der Absage Ghanas auf die Niederlande treffen, ihre Zukunft beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frage gestellt.

"Ich überlege, in meinem Leben noch einmal etwas anderes zu machen", sagte sie in Berlin. Theune-Meyers Vertrag beim DFB läuft am 31. Juli 2005 aus. "Ich weiß noch nicht genau, wohin mein Weg danach führt. Es werden auf jeden Fall noch Gespräche mit dem DFB geführt", betonte sie. Theune-Meyer ist seit 1996 Bundestrainerin und führte ihr Team unter anderem zum Weltmeistertitel 2003 in den USA.

Für zusätzlichen Wirbel im DFB-Lager sorgte die kurzfristige Absage Ghanas für die Partie im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Statt des ersten Vergleichs mit den Afrikanerinnen steht nun überraschend das Nachbarschaftsduell gegen die Niederlande auf dem Programm. "Ich habe damit kein Problem. Holland gegen Deutschland hört sich immer gut an", sagte Theune-Meyer. Ihre guten Kontakte zur neuen Trainerin der Niederlande, Vera Pauw, hatten die spontane Vereinbarung ermöglicht. "Nach der Absage Ghanas waren die Niederlande mein Wunschgegner", sagte sie.

Beim DFB war die Verwunderung über die Absage groß, zumal eine Begründung ausblieb. "Anscheinend haben die Afrikanerinnen Probleme mit der Zusammenstellung eines angemessenen Kaders", sagte die Frauenfußball-Referentin Heike Ullrich. Die Spielerinnen nahmen es gelassen. "Da muss ich eher drüber schmunzeln", sagte Ariane Hingst vom deutschen Meister und Pokalsieger Turbine Potsdam, die gegen die Niederlande zu ihrem 99. Länderspieleinsatz kommen dürfte.

Theune-Meyer nominierte in Sandra Smisek, Sonja Fuss (beide FSV Frankfurt) und Navina Omilade (Potsdam) drei Spielerinnen für den 18-köpfigen Kader nach. Martina Müller (SC Bad Neuenahr) musste wegen eines Infekts absagen.

Nach Angaben der Organisatoren vom Berliner Fußball-Verband (BFV) sind für die Partie erst rund 1 300 Karten verkauft. Einer der Gründe dafür sei die frühe Anstoßzeit. "15 Uhr ist nicht der günstigste Termin. Aber es war der Wunsch des ZDF, um das Spiel live zu übertragen", sagte Dirk Brennecke vom BFV.

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