Thiel Logistik vorerst im Zentrum der Management-Arbeit
Delton trennt sich von Van-Laack-Hemden

Daniels arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Hemden- und Blusengeschäft unter anderem als Lizenznehmer der Marken Burberry und DAKS. Ein Preis wird nicht genannt.

wb HB BAD HOMBURG. Damit trennt sich Delton, eine Holding des Quandt-Erben Stefan Quandt, vollends vom Modegeschäft. Zwei weitere Textil-Töchter waren bereits 2001 aus der Gruppe ausgeschieden. Die Entscheidung zum Ausstieg war rein strategischer Natur, so Delton-Chef Berndt-Michael Winter: "Unsere Geschäftsbereiche sollen künftig Ertragspotentiale von mindestens 25 Mill. Euro vor Steuern haben. Das hätte van Laack mit seinen 40 Mill. Euro Umsatz nicht erreichen können."

Der Verkauf ist auch im Zusammenhang mit Deltons kürzlichem Einstieg bei der Luxemburger Thiel Logistik zu sehen, die mit 1,4 Mrd. Euro Umsatz in diesem Jahr Delton (800 Mill. Euro) in eine neue Größenordnung katapultieren soll. Für die bislang 45 % verfügbarer Anteile an Thiel - angepeilt sind 50,1 % - haben die Homburger bereits 210 bis 250 Mill. Euro zu zahlen schätzen Beobachter.

Nach Absegnung des Deals durch die Kartellbehörden will Delton zunächst seine bestehende Logistik-Beteiligung Microlog (66,6 %) in die Thiel-Gruppe einbringen. Das werde ein Balance-Akt, meint Winter: "Je höher wir reingehen, umso mehr holen wir für die freien Microlog-Aktionäre heraus, aber umso tiefer müssen die freien Thiel-Aktionäre in die Tasche greifen." Der Angebotspreis werde sich nicht am Pflichtangebot orientieren, aber: "Wir werden wahrscheinlich zwei Wertgutachten von anerkannten Wirtschaftsprüfern einholen."

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