Thierse-Göring-Vergleich
Kohl wirft "Spiegel" Abhör-Methoden vor

Im Streit um seinen angeblichen Göring-Vergleich erhebt der Altkanzler schwere Vorwürfe gegen das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

dpa BERLIN. Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" wegen der Berichte über seinen angeblichen Göring-Vergleich unseriöse Praktiken vorgeworfen. Kohl erklärte am Dienstag in Berlin, es sei ein "unerträglicher Zustand, dass private Gespräche im Bundestagsrestaurant von Journalisten belauscht beziehungsweise abgehört" würden. "Diese Art Journalismus, die durch manche Vertreter dieses Berufs praktiziert wird, hat nichts mit seriösem Journalismus zu tun."

"Der Spiegel" hatte berichtet, Kohl habe über Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) in kleiner Runde gesagt: "Das ist der schlimmste Präsident seit Hermann Göring." Zwei Journalisten des Magazins wollen Kohls Worte in der vergangenen Woche nach der Sondersitzung des Bundestags zur Flutkatastrophe zufällig an einem Nebentisch im Bundestags-Restaurant gehört haben.

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