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Thomas-Cook-Beschäftigte arbeiten wieder 40 Stunden pro WocheDPA-Datum: 2004-07-22 15:03:55

(dpa-AFX) Frankfurt - Rund 2.000 Beschäftigte des defizitären Tourismus-Konzerns Thomas Cook < KAR.ETR > < LHA.ETR > werden für mindestens ein Jahr wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten. Darauf einigte sich der Konzern mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di, hieß es am Donnerstag übereinstimmend von Verhandlungsteilnehmern. Ein Thomas-Cook-Sprecher wollte dies nicht bestätigen. An diesem Freitag würden die Belegschaft und dann die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert.

(dpa-AFX) Frankfurt - Rund 2.000 Beschäftigte des defizitären Tourismus-Konzerns Thomas Cook < KAR.ETR > < LHA.ETR > werden für mindestens ein Jahr wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten. Darauf einigte sich der Konzern mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di, hieß es am Donnerstag übereinstimmend von Verhandlungsteilnehmern. Ein Thomas-Cook-Sprecher wollte dies nicht bestätigen. An diesem Freitag würden die Belegschaft und dann die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert.

Die Gewerkschaft ver.di betonte, sie habe keine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche vereinbart. Es handele sich um einen "unverzinsten Zeitkredit", sagte der Leiter der tarifpolitischen Abteilung der Gewerkschaft, Jörg Wiedemuth, am Donnerstag in Berlin. Die Mitarbeiter würden 1,5 Stunden pro Woche länger arbeiten, ohne dafür einen Überstundenzuschlag zu erhalten. Diese Stunden sollten auf Zeitkonten gesammelt und dann mit dem regulären Arbeitslohn vergütet werden, wenn der Konzern wieder Gewinne mache. Bislang arbeiten die Mitarbeiter 38,5 Stunden pro Woche. Der Ausgleich für die Mehrarbeit könnte nach dpa-Informationen etwa 1.000 Euro betragen.

Der Thomas-Cook-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Wilfried Reinhard sagte der dpa, derzeit würden Teilbereiche der Betriebsvereinbarung noch ausgearbeitet. Daher wolle er zu Berichten über den Inhalt des Abschlusses keine Stellung nehmen. Nach Medienberichten soll das Verhandlungspaket auch fünf unbezahlte Urlaubstage in diesem und im nächsten Geschäftsjahr sowie eine Verschiebung von Tariferhöhungen bis Anfang 2006 vorsehen.

Von den Verhandlungen sind Mitarbeiter in Reisebüros, in der Zentrale und bei den Veranstaltern wie Neckermann betroffen. Parallel laufen bei Thomas Cook Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit über die Gehälter der Piloten und mit der Flugbegleiter-Organisation UFO über das Kabinenpersonal. Bei UFO gibt es ebenfalls im Grundsatz bereits eine Einigung, die unter anderem eine Erhöhung der Arbeitszeit vorsieht.

Die zu Lufthansa und Karstadtquelle gehörende Thomas Cook wies im Geschäftsjahr 2002/03 einen Verlust von 251 Millionen Euro aus. Der Anfang des Jahres für die Sanierung des Konzerns angetretene Vorstandsvorsitzende Wolfgang Beeser hatte dem Konzern einen strikten Sparkurs verordnet.

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