Thomas Cook kürzt Kapazitäten
Flaute in der Reisebranche

Der Reisekonzern Thomas Cook hat als erster großer europäischer Veranstalter Kapazitätskürzungen für die aktuelle Sommersaison beschlossen. Konzernweit werden nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag gut zehn Prozent der Flüge und Hotelbetten aus dem Programm genommen.

Reuters OBERURSEL/HANNOVER. Grund sei der nach wie vor vorhandene Rückstand bei den Buchungszahlen für die Sommersaison, sagte Cook-Sprecherin Dagmar Rotter. Allerdings würden die Kapazitäten in Großbritannien mit 20 Prozent deutlich stärker als in Deutschland abgebaut. Hier liegen sie den Angaben zufolge unter zehn Prozent.

Europas größter Touristikkonzern Preussag lehnte auf Anfrage dagegen Angaben zu Kapazitätsplanungen und dem aktuellen Buchungsstand ab und verwies auf die Bilanzpressekonferenz am kommenden Donnerstag. Dort werde sich der Vorstand äußern. Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass auch Preussag nicht um Kapazitätskürzungen umhin kommen wird.

Bei Thomas Cook liegen die Buchungen für die Sommersaison in der Summe konzernweit noch immer "knapp zweistellig" und damit ebenfalls gut zehn Prozent unter dem Vorjahr. "In Großbritannien läuft es etwa besser Deutschland", sagte Rotter. Der seit Februar anhaltende Trend bei den Buchungseingängen halte europaweit an. Das durch die mehrmonatige Flaute nach den Anschlägen vom 11. September entstandene Minus sei aber nur schwer aufzuholen.

Zusätzliche negative Folgen für die Reisebranche durch das Explosionsunglück auf der tunesischen Insel Djerba sieht Thomas Cook nach Worten Rotters nicht. "Wir haben bislang keine Anzeichen dafür", sagte sie. Bei der Explosion eines Gastankwagens und in dessen Folge sind mittlerweile elf deutsche Touristen gestorben. Zahlreiche Hinweise deuten daraufhin, dass es sich um einen Anschlag auf die Synagoge von Djerba gehandelt hat.

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