Thomas Fischer berät Institute
Ex-Vorstand der Deutschen Bank soll Formel 1 vermarkten

Drei Gläubiger der maroden Kirch-Gruppe bauen bei der Verwertung der Formel-1-Rechte auf prominente Hilfe. Die Bayerische Landesbank (BayernLB), JP Morgan Chase und Lehman Brothers haben den Ex-Vorstand der Deutschen Bank, Thomas Fischer, als Berater engagiert.

mm/rob FRANKFURT/M. Die drei Institute sind mit Krediten über 1,6 Mrd. Euro bei der Kirch GmbH-Beteiligungs & Co. KG engagiert. Für diese Darlehen dienen 75 % der Formel-eins-Holding Slec als Sicherheit. Wie es aus Finanzkreisen heißt, sollen die Anteile binnen weniger Tage auf die Institute übertragen werden. Im Gegenzug wollen die drei Banken vorerst auf die Rückzahlung ihrer Kredite verzichten und sich an den Erlösen aus der Formel 1 schadlos halten. Da sich die Suche nach Investoren nach Bankenschätzung bis zum Jahresende hinziehen dürfte, wollen die Gläubiger ebenfalls auf ihr zweitrangiges Pfandrecht an der 40-Prozentigen Beteiligung von Kirch an Springer zurückgreifen.

Der 54-Jährige Fischer sei ab sofort für die BayernLB als Berater tätig, teilte das Institut mit. Er soll federführend für die Gläubigerbanken und gemeinsam mit den in der Formel 1 aktiven Automobilherstellern sowie dem Gründer der Rennserie, Bernie Ecclestone, ein Konzept zur Weiterführung der Sportereignisse erarbeiten. Nach einem verlorenen Machtkampf mit dem künftigen Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, verließ Fischer erst vor kurzem das Spitzengremium des größten deutschen Instituts. Der Berliner gilt als einer der klügsten Köpfe in der heimischen Bankenszene und genießt auch international in der Finanzindustrie einen guten Ruf. Für einen Berater hat sich offenbar auch die insolvente Gesellschaft Kirch Media entschieden. UBS Warburg soll den Zuschlag für das Mandat erhalten haben, neue Investoren für Kirch Media zu finden.

Quelle: Handelsblatt

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